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Steuerverfahren gegen Liechtensteiner Banken vorläufig eingestellt

AFP VOM 16.12.2010 | Nachrichten - Allgemein | 806 Aufrufe
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Steuerverfahren, Liechtenstein

Beschuldigte und Banken zahlen 50 Millionen Euro

Knapp drei Jahre nach der Razzia beim früheren Postchef Klaus Zumwinkel hat die Justiz ihre Ermittlungen gegen Liechtensteiner Banken gegen eine Zahlung von 50 Millionen Euro beendet. Die Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung seien vorläufig eingestellt worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft Bochum am Donnerstag einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Nach Eingang der Geldbußen sollen sie endgültig eingestellt werden.

Die etwa 45 Beschuldigten - Mitarbeiter der früheren Liechtensteiner Bank LGT Treuhand - zahlen demnach Geldauflagen in Höhe von 3,65 Millionen Euro, die LGT Group und ihre frühere Tochter LGT Treuhand den Hauptanteil von 46,35 Millionen Euro. Die Erledigung des Großverfahrens wird von beiden Seiten als Erfolg gewertet, wie die "SZ" berichtete: Die Liechtensteiner Helfer deutscher Steuerhinterzieher kämen ohne Prozess davon, zugleich flössen Millionen in die deutsche Staatskasse - obwohl die verhängten Strafen durch die deutschen Behörden nicht vollstreckt werden könnten.

Die Ermittlungen waren durch den Kauf einer CD mit Daten deutscher Kunden ausgelöst worden. Die Bankdaten waren Grundlage einer ganzen Serie von Steuerstrafverfahren. Im Zuge der Ermittlungen war Zumwinkels Kölner Wohnhaus im Februar 2008 durchsucht worden. Im Januar 2009 verurteilte das Bochumer Landgericht den früheren Postchef zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe.

16.12.2010 - 12:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010



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