Steuern sparen bei "Lebensversicherung über Kreuz“

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Freibetrag bei Schenkungssteuer als Begünstigter einer Lebensversicherung

Wer als Begünstigter einer Lebensversicherung eingetragen ist und nur einen geringen Freibetrag hat (20.000 Euro), weil er in keinem Verwandschafts- oder Eheverhältnis zum Versicherungsnehmer steht, muss unter Umständen aus der Versicherungsleistung eine hohe Schenkungssteuer bezahlen, so dass der Absicherungszweck durch die hohe Steuerlast beeinträchtigt wird. Schenkungssteuer deshalb, weil Leistungen aus der Lebensversicherung rechtlich als Schenkungen auf den Todesfall einzuordnen sind.

Auf die Höhe der Steuer hat das aber keinen Einfluss, da Schenkungs- und Erbschaftssteuer gleich sind. Sie stehen auch im gleichen Gesetz, dem Erschaftssteuergesetz.

Gabriele Lindhofer
seit 2010 bei
123recht.net
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Versicherungsrecht
82194 Gröbenzell
Erbrecht, Insolvenzrecht, Verkehrszivilrecht, Steuerrecht
Preis: 50 €
Antwortet: ∅ 15 Std. Stunden

Durch Überkreuzversicherung kann Schenkungssteuer verhindert werden

Nun aber zum Problem: Mit einer „Überkreuzversicherung“ kann man erreichen, dass keine Schenkungssteuer anfällt. Dafür müssen beide Partner eine Lebensversicherung auf den Eintritt des versicherten Risikos beim anderen (versicherte Person) abschließen. Leistungsempfänger im Versicherungsfall bleibt damit der Versicherungsnehmer. Für ihn fällt keine Schenkungssteuer an. Umgekehrt muss ebenso verfahren werden. Wichtig zu wissen: Die versicherte Person muss gegenüber der Versicherung zustimmen, dass das Risiko auf Ihren Tod versichert ist (§ 150 VVG).

Damit wollte der Gesetzgeber verhindern, dass die versicherte Person ggf. eines unnatürlichen Todes stirbt, damit die Versicherungsleistung beansprucht werden kann.

Bezugsberechtigung muss beiderseitig unwiderruflich erklärt werden

Wichtig ist auch, dass die Bezugsberechtigung von beiden unwiderruflich erklärt wird (auch im Hinblick auf eine Insolvenz oder Zwangsvollstreckung). Auch Absprachen bezüglich der vorzeitigen Kündigung eines solchen Vertrages sollten getroffen werden.

Da es immer mehr nichteheliche Lebensgemeinschaften - auch im vorgerückten Alter - gibt, sollte an diese Art der Absicherung steuerminimierend gedacht werden.

Rechtsanwältin Lindhofer,
Fachanwaltskanzlei Lindhofer,
Familienrecht - Versicherungsrecht,
82194 Gröbenzell,
Industriestraße 31
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