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Steueramnestie fördert in Italien 95 Milliarden Euro zu Tage

AFP VOM 29.12.2009 | Nachrichten - International | 1193 Aufrufe
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Steueramnestie

Pauschale Strafsteuer von fünf Prozent ein verlockendes Angebot

Die weitreichende Amnestie für Steuerflüchtlinge in Italien hat innerhalb von drei Monaten 95 Milliarden Euro zu Tage gefördert. Wie das Wirtschaftsministerium in Rom am Dienstag mitteilte, wurden mehr als 93 Milliarden Euro aus dem Ausland nach Italien zurücktransferiert, weitere zwei Milliarden verblieben zwar im Ausland, wurden aber erstmals dem Fiskus als Besitz angezeigt. Seit dem 15. September und bis zum 15. Dezember galt eine Amnestieregelung, nach der für neu gemeldete Vermögen eine pauschale Strafsteuer von fünf Prozent zu entrichten ist. Dieser Satz erhöhte sich für die zweite Phase bis Ende Februar auf sechs Prozent und steigt dann nochmals bis Ende April auf sieben Prozent. Danach endet die Amnestie.

Das Ministerium sprach von einem "außerordentlichen Erfolg" der Maßnahme. Entsprechend den Beschlüssen der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) gelte die Devise "Die Zeit der Steuerparadiese ist ein- für allemal vorbei." Von der Opposition wurde hingegen bemängelt, die Amnestieregelung spiele letztlich Mafiosi und Steuersündern in die Hände. Vor einigen Jahren hatte die Regierung des nun wieder amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi eine andere Steueramnestie beschlossen, die zur Anmeldung von Vermögen im Wert von mehr als 70 Milliarden Euro führte.

29. Dezember 2009 - 18.03 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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