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Staatsanwalt prüft Datenschutzaffäre bei der Deutschen Bank

AFP VOM 21.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1044 Aufrufe
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Bank, Spionage

Verantwortliche müssen Finanzinstitut verlassen

Auch die Staatsanwaltschaft prüft nun die Bespitzelung von Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstands bei der Deutschen Bank. Eingeschaltet wurde die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main von dem für den Datenschutz zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt, sagte ein Behördensprecher. Die Entscheidung, ob die Justiz formelle Ermittlungen aufnimmt, könnte in zwei bis drei Wochen fallen.

Die Deutsche Bank hatte Ende Mai mögliche Datenschutzverstöße in früheren Jahren eingeräumt. Sie informierte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die eine Sonderprüfung anordnete. Zudem beauftragte sie eine Anwaltskanzlei mit internen Untersuchungen. Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

Der frühere Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Bank, Gerald Herrmann, bestätigte Anfang Juli, dass er 2001 wegen des Verdachts bespitzelt worden war, Geschäftszahlen der Bank weitergegeben zu haben. Dies hatte ihm die Deutsche Bank mitgeteilt und sich dafür entschuldigt. Medienberichten zufolge ließ die Bank auch Vorstände und einen kritischen Aktionär von einer Detektei durchleuchten.

Die Bank zog bereits Konsequenzen: Der Leiter der deutschen Konzernsicherheit und der Chef der Investor-Relations-Abteilung "haben das Haus verlassen", wie aus Finanzkreisen verlautete. Ein Unternehmenssprecher sagte dazu lediglich, dass die Bank sich zu "eventuellen Personalkürzungen" äußern werde, wenn der Bericht der internen Untersuchung der Datenschutzverstöße vorliege.

21. Juli 2009 - 13.33 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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