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Spionage: Geheimdienst durchsucht Büros bei Renault

Spionage: Geheimdienst durchsucht Büros bei Renault

AFP VOM 26.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 844 Aufrufe
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Spionage, Renault

Drei Manager sollen Firmenwissen weitergegeben haben

Der französische Inlandsgeheimdienst hat Büros beim Autobauer Renault durchsucht, bei dem mehrere Führungskräfte im Verdacht der Industriespionage stehen. Der Geheimdienst habe die Computer der drei Manager beschlagnahmt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit dem Fall vertrauten Kreisen.

Der Anwalt des französischen Unternehmens, Jean Reinhart, warf dem Geheimdienst währenddessen vor, Renault zu schaden, indem er die Medien mit Informationen füttere. Der Inlandsgeheimdienst gebe "Elemente" der Untersuchung an Medien weiter und schade damit "ganz allgemein dem Ansehen von Renault", sagte der Rechtsanwalt im Nachrichtensender France Info. Das Unternehmen hatte vor zwei Wochen Anzeige wegen Industriespionage, Bestechlichkeit, Vertrauensbruchs sowie Diebstahls und Hehlerei erstattet.

Der Autobauer, der zu 15 Prozent dem französischen Staat gehört, hat drei Manager im Verdacht: Sie sollen gegen Bezahlung wichtige Informationen aus dem Unternehmen weitergegeben haben. Der Zeitung "Le Figaro" zufolge vermutet Renault China hinter der Spionage, die für das Unternehmen Millionenverluste bedeuten könnte. Demnach soll das chinesische Energieunternehmen China Power Grid Corporation zwei der drei verdächtigten Führungskräften mehrere hunderttausend Euro auf Konten in der Schweiz und Liechtenstein überwiesen haben. Die chinesische Regierung hatte die Unterstellung entschieden zurückgewiesen.

26.01.2011 - 11:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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