Spekulieren an der Börse

Mehr zum Thema:

Bankrecht Rubrik, Aktie, Haftung, Fonds, Beraterhaftung

4,22 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
9

Die Aktie klassisch

Für fortgeschrittene Unternehmer hat die Aktie seit der Eröffnung der deutschen Terminbörse am 26.01.1990 eine immense Bedeutung erlangt. In den letzten zehn Jahren ergab eines das andere: Mehr Leute investierten durch Aktiengeschäfte in Unternehmen, wodurch sie den Firmen höheres Wachstum ermöglichten. Der Aktionär wird am Wachstum des Unternehmens beteiligt, d.h. seine Aktie steigt und gewinnt so an Wert. Aktien sind also Unternehmensanteile. Aktiengesellschaften entstanden aus einem ganz simplen Grund: aus Geldmangel.

Man kann Aktien direkt erwerben, es ist aber auch möglich, Optionen auf Aktien zu kaufen. D.h., man erwirbt für einen festen Preis Vorkaufsrechte auf eine bestimmte Anzahl von Aktien, die bis zu einem bestimmten Datum zu einem vorher bestimmten Kurs gekauft werden können. Ist der Aktienwert bis zu dem festgelegten Datum gesunken, dann kauft man die Aktie in der Regel nicht und verliert die Option mitsamt dem dafür bereits bezahlten Geld. Diese Art von Börsengeschäften ist besonders riskant und sie wird gerade den unerfahren Kunden oft angeboten, die etwa bis zu 5.000 Euro investieren wollen. Optionen sind für Spieler - hier ist Vorsicht geboten!

Wie eine Aktiengesellschaft an ihre Kunden gelangt, ist aufgrund zahlreicher Manipulationsmöglichkeiten gesetzlich geregelt.
Die meisten Gesetze findet man im Börsen- und im Wertpapierhandelsgesetz. Für die Neuausgabe einer Aktie muss ein so genannter Emissionsprospekt ausgegeben werden. Dieser Prospekt muss vom Aufsichtsamt für das Börsenwesen genehmigt und veröffentlicht werden.
Im Emissionsprospekt müssen Angaben zum Wertpapier selbst vorhanden sein, dazu alles Nötige über das Unternehmen, dessen Finanzlage und Struktur und über an der Emission Beteiligte.
Es soll gewährleistet werden, dass Investoren nachweisen können, wann sie aufgrund fehlerhafter Angaben zum Aktienkauf verleitet wurden. So kann man die Unternehmen und deren Emittenten (die am Aktienkauf Beteiligten) sowie die Aktienvermittler notfalls haftbar machen. Diese Art der Haftung nennt man Prospekthaftung. Mehr dazu finden Sie hier.
Berater oder Vermittler können aber auch aus der so genannten Beraterhaftung herangezogen werden, nämlich dann, wenn sie ohne Bezug zum Prospekt Fehlangaben gemacht haben.

Die Prospekthaftung und die Beraterhaftung regeln den Schadenersatz für die Aktienkäufer, also den Schaden, der direkt auf falschen Angaben der Finanzberater oder Vermittler beruht. Es gibt aber noch eine Form von unbefugten Angaben, die sowohl den emittierenden Unternehmen, als auch den außenstehenden Aktienkäufern indirekt schaden kann. Das ist der wettbewerbsbeschränkende und im Wertpapierhandelsgesetz verbotene Insiderhandel. Dazu lesen Sie hier mehr.

12345
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Spekulieren an der Börse
Seite  2:  Fonds, Fonds, Fonds
Seite  3:  Die Aktie klassisch
Seite  4:  Die Beraterhaftung
Seite  5:  Wann haben Sie erfolgreiche Ansprüche gegen Berater? - Eine Checkliste
Seite  6:  Der Börsenschädling: Insiderhandel
Diskutieren Sie diesen Artikel