Social Networks: Recht am eigenen Bild von Kleinkindern!

Mehr zum Thema:

Internetrecht, Computerrecht Rubrik, Bilderrechte

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Wer Fotos, auf denen erkennbar ein Kleinkind abgebildet ist, im Internet auf der Seite eines sog. Social Networks einstellt, ohne die gesetzlich erforderliche Einwilligung des Abgebildeten bzw. seines Erziehungsberechtigten zu haben, verletzt das Persönlichkeitsrecht des Kleinkindes in der Gestalt des sog. Rechts am eigenen Bild (AG Menden, 03/02/10- 4 C 526/09)!

Gemäß § 22 des Kunsturheberrechtsgesetzes dürfen Bildnisse einer Person nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Ist die abgebildete Person noch minderjährig, d.h. geschäftsunfähig, bedarf es der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters. Liegt diese nicht vor, ist eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts gegeben und derjenige, der ein solches Bild ins Internet einstellt, kann auf Unterlassen in Anspruch genommen werden. Problematisch ist hierbei unter anderem, dass die Rechtsverletzung fortlaufend erfolgt, da die Veröffentlichung des Bildes im Internet stattfindet.

Anders sieht die Sache aus, wenn der Zugriff auf das Foto auf der Internetseite des Social Networks von dem nichtehelichen Vater des Kleinkindes eingestellt wurde und durch ein Kennwort- und Registerschutz ausschließlich einem engen Familienkreis zugänglich ist; etwa vergleichbar mit dem Vorzeigen solcher Fotos im engsten Familien- und Freundeskreis.

Hinweis: Da die Gesetzeslage und die hierzu ergehende Rechtssprechung ständig im Wechsel sind, kann der Autor keine Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der zusammengestellten Informationen übernehmen. Wir bitten die Leser daher um Verständnis.

Diskutieren Sie diesen Artikel