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So erhöht die Pflege Ihren Rentenanspruch...." Das ist ein Witz oder meinen die das Ernst?"

5.1.2017 Thema abonnieren
 Von 
Jolande
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 45x hilfreich)
So erhöht die Pflege Ihren Rentenanspruch...." Das ist ein Witz oder meinen die das Ernst?"

Hallo,

Wir haben hier ne 93 jährige demente Mutter im Haus und sind fast 24 Stunden im Einsatz.Dadurch bedingt kann ich im Augenblick auch nicht Vollzeit arbeiten und habe ein wenig vertraut auf die Krankenkasse,wegen Einzahlung Zusatzrente bei Pflege.

Jetzt habe ich mich bei der Pflegekasse mal erkundigt was für mich da eingezahlt wurde in den letzten 3 Jahren und es sind pro Jahr 11.000€.

33.000€ bis jetzt

Nach Rücksprache mit der BfA heute,sagt mir das Callcenter,das macht für mich eine Summe von 7,97€ mehr an Rente im Monat mal aus,wenn ich wirklich in Rente gehe.
Hallo?

Ja sagt mal, habe ich hier was jetzt falsch verstanden oder meint der Staat das wirklich realistisch,die Pflegepersonen so über den Tisch zu ziehen?

Hier mal der dazugehörige Link.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/1_Lebenslagen/03_Familie_und_Kinder/01_Informationen_zur_Rente/03_Angehoerige_pflegen/Angehoerige_pflegen_node.html

Liebe Grüße
Jolande

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Khordat
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich fürchte die Info mit den eingezahlten 11.000,- Euro pro Jahr ist schlicht und ergreifend Falsch.
Laut der von dir verlinkten Seite geht der Rentenversicherer von einem monatlichen Verdienste zwischen ca. 640 und 2.270 Euro aus. Das sind Rentenversicherungsbeiträge (fiktiver Arbeitnehmer + Arbeitgeberbeitrag) in Höhe von 120-442 Euro mtl = 1440-5.304 Euro Jährlich.
Bei Pflegestufe I, erheblich pflegebedürftig dürfte der fiktive monatliche Verdienst bei rund 700 Euro +/- liegen und somit mtl. rund 130 Euro Rentenversicherungsbeiträge entstehen. Somit erscheint eine Rentenerhöhung von 7,97 im Monat im Verhältniss zum fiktiven Lohn angemessen.
Das der fiktive Lohn für die geleistete Arbeit viel zu niedrig ist darüber braucht man nicht weiter zu diskutieren. Aber die Zahlen kommen so einigermassen hin.

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21562 Beiträge, 11456x hilfreich)

Jetzt habe ich mich bei der Pflegekasse mal erkundigt was für mich da eingezahlt wurde in den letzten 3 Jahren und es sind pro Jahr 11.000€. Das haben Sie wohl was falsch verstanden, denn das entspräche einem Monatslohn von ca. 5.000 Euro und nach 3 Jahren hätte man ca. 6 Rentenpunkte und 170 Euro mehr Rente.
erheblich pflegebedürftig dürfte der fiktive monatliche Verdienst bei rund 700 Euro +/- liegen und somit mtl. rund 130 Euro Rentenversicherungsbeiträge entstehen. Da passen die 8 Euro trotzdem nicht - es wäre ca. 1/4 Rentenpunkt jährlich, nach 3 Jahren also 3/4 eines Rentenpunktes und damit 21 Euro.

Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(22686 Beiträge, 8802x hilfreich)

Ich würde mir mal einen Statusbericht aus Berlin von der Rentenkasse kommen lassen. Da überschaut man dann alles besser.

wirdwerden

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(49812 Beiträge, 23389x hilfreich)

Zitat (von Jolande):
So erhöht die Pflege Ihren Rentenanspruch...." Das ist ein Witz oder meinen die das Ernst?"

Der Rentenanspruch wurde/wird ja erhöht. Also wurde das Versprechen gehalten. Das man sich da eventuell andere Vorstellungen gemacht hat, tja was kann da die Politik für?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB .
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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(22686 Beiträge, 8802x hilfreich)

Rentenansprüche sind in ihrer Höhe von der Höhe der Einzahlungen abhängig. Und das sollte erst einmal überprüft werden.

wirdwerden

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#6
 Von 
fb367463-2
Status:
Lehrling
(1825 Beiträge, 951x hilfreich)

Auch wenn es wenig ist, #früher guckte man zu 100% in die Röhre...

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(22686 Beiträge, 8802x hilfreich)

Es ist doch interessant für die Personen, die - aus was für Gründen auch immer - noch anzuerkennende Jahre benötigen. Also etwa, wenn man selbst vorzeitig eine EM-Rente beantragen möchte.

wirdwerden

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#8
 Von 
Jolande
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 45x hilfreich)

Zitat:
Auch wenn es wenig ist, früher guckte man zu 100% in die Röhre...[/quote

Das lässt sich mit nur 8€ nicht aufrechnen, was hier Angehörige wirklich Leisten.
Wir machen uns doch kaputt und am Ende kräht kein Hahn danach,ob wir am Ende dieser Prozedur krank sind.
Hauptsache die Altersheim-gebühren werden nicht sozial angefordert und gespart am falschen Ende.
Dafür fehlt mir jegliches Verständnis von Seiten des Staates.

Zitat:
Ich würde mir mal einen Statusbericht aus Berlin von der Rentenkasse kommen lassen. Da überschaut man dann alles besser.

werde ich mal anfordern.

Gruß
Jolande


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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(22686 Beiträge, 8802x hilfreich)

Weisst Du, Jolande, allein rummosern hat noch nie geholfen. In der BRD gehen 50 % des Bundeshaushalts in die sozialen Belange. Da ist vieles noch nicht drinnen, nur das, was über das Ministerium für Arbeit und Soziales geht. Nicht drinne ist Prozesskostenhilfe, BaföG, um nur mal einige Beispiele zu nennen. Dazu kommen noch die Sozialleistungen der Länder und der Kommunen. Das ist also insgesamt ein Riesenpaket, was hier in Deutschland sozial geschultert wird. Das sollte man sich einfach mal klar machen.

So, und jetzt zum Rentensystem. Die Anwartschaften werden nun mal aus den erworbenen Punkten gerechnet. Auch die Bäckereifachverkäuferin, die sich für geringes Gehalt die Beine in den Bauch steht, auch die bekommt deshalb nicht Rentenpunkte, die nicht von ihrem Gehalt abhängig sind. Das ist nun mal das System.

wirdwerden

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#10
 Von 
fb367463-2
Status:
Lehrling
(1825 Beiträge, 951x hilfreich)

[Das lässt sich mit nur 8€ nicht aufrechnen, was hier Angehörige wirklich Leisten.
Wir machen uns doch kaputt und am Ende kräht kein Hahn danach,ob wir am Ende dieser Prozedur krank sind.
Hauptsache die Altersheim-gebühren werden nicht sozial angefordert und gespart am falschen Ende.
Dafür fehlt mir jegliches Verständnis von Seiten des Staates. ]

Dann bleibt nur, den Pflegebedürftigen und Pflegeheim zu geben, arbeiten zu gehen und nicht von der Pflege "kaputt gemacht" zu werden.

Alles Genörgel hilft nichts, die Dinge sind wie sie sind - also am besten in die Politik gehen und das versuchen zu ändern.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#11
 Von 
Jolande
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 45x hilfreich)

weiß du...... "@wird werden"....... es sind ja bald Wahlen und dann werde ich mein kleines Kreuz machen, in der Hoffnung auf mehr Sozialität,Empathie und Gerechtigkeit am Menschen.
Eines Tages wird die Gerechtigkeit siegen und die Dummheit fallen.

Und ich finde schon das rummosern hilft,anstatt den Mund zu halten und still zu leiden.
Laut muss der Mensch werden das die Schlafmützen am runden Tisch mal wach werden.
Wir wissen alle um das Problem,aber keiner schafft es, die Esel in die andere Richtung zu treiben,wo das Gras viel besser schmeckt,als im eingefahrenen Sumpf.

@fb367...

Zitat:
Dann bleibt nur, den Pflegebedürftigen und Pflegeheim zu geben, arbeiten zu gehen und nicht von der Pflege "kaputt gemacht" zu werden.

das ist ja eine sehr einfache Theorie und ich glaube du weiß nicht wirklich, was in manch Altenheimen abgeht?
Pflegenotstand,die Chemiekeule sind nur 2 die ich nennen möchte.
Dann noch die Klassengesellschaft der Reichen und Armen.
Das kommt dem Staat doch ganz recht,wenn Oma von den Angehörigen zuhause gepflegt wird.

Ferner wissen die Angehörigen auch was es für ein Akt ist,beim Sozialamt einen Antrag auf Heimplatz zu stellen.
Ich möchte mich da als Angehörige nicht nackt ausziehen und alle meine Dokumente zur Verfügung stellen,damit Oma ein Dreibettzimmer zur Verfügung steht im Altenheim.
Das hat bei aller liebe meine 93 jährige Mutter nicht verdient so ausgemustert zu werden.

****** auf 7.98€ Zusatzrente.
Damit können sie wie jährlich auch ihre zusätzlichen Diäten erhöhen.
Aber wenn ich es überlege bei der Altersarmut die auf mich mal zukommt,kann ich ja dann wöchentlich für 1€ zu Tafel schlendern.

ein Fauxpas ist das allemal.

Gruß
Jolande






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#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(22686 Beiträge, 8802x hilfreich)

Was sind zusätzliche Diäten? Erklär es.

Meine Großmutter war die Witwe eines kleinen städtischen Angestellten, also keine sexy Rente. Ich hatte sie im Alter einige Zeit bei mir, ich wundere mich noch heute, dass das Haus nicht abgefackelt wurde von ihr. Schweren Herzens hab ich sie dann in ein Altersheim gegeben. Sie hatte ein eigenes kleines Appartement (den Herd hab ich als erstes stillgelegt), ihre eigenen Möbel, eigenes behindertengerechtes Bad. Also nix mit 3 Personen im Zimmer. Sehr, sehr gute Pflege. Der Einzelzimmerzuschlag betrug 60 €, also war für mich wirklich darstellbar. Es ging ihr gut dort. Der Rest war von der Witwenrente darstellbar. Gut, ich hab noch den Friseur, die Fußpflegerin u.s.w. gezahlt, aber das war ja kein Akt.

Meine Mutter ist jetzt in dem Alter, wohnt in einem Haus, in welchem nur alte, überwiegend demente Menschen wohnen, in eigener Wohnung. Eine Altenpflegerin im Haus, die Kosten werden geteilt.

Was ich aufzeigen will, es gibt ganz viele neue Modelle, die funktionieren. Hier den Altenheimen pauschaliert Mißbrauch zu unterstellen und unhaltbare Zustände, sorry, das ist üble Diskriminierung. Nur weil einige Väter ihre Kids mißhandeln können wir ja auch nicht behaupten, alle mißhandeln ihre Kids. Und - meine Großmutter und meine Mutter haben sich die ersten 20 Jahre intensiv (auch finanziell) um mich gekümmert. Es ist m.E. meine verdammte Pflicht, im Alter davon etwas zurück zu geben. Und das tue ich gerne. Auch wenn es manchmal enorm nervt.

wirdwerden

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