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Siemens verklagt wegen Schmiergeldskandals zwei Ex-Vorstände

AFP VOM 25.1.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 356 Aufrufe
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Siemens, Schmiergeldskandal

Ganswindt und Neubürger sollen Millionen zahlen

Der Elektronik-Konzern Siemens hat wegen des Schmiergeldskandals zwei seiner ehemaligen Vorstände, Thomas Ganswindt und Heinz-Joachim Neubürger, auf Schadenersatz verklagt. Am Landgericht München fordert das Unternehmen von Neubürger 15 Millionen Euro, von Ganswindt fünf Millionen Euro, wie Siemens in München mitteilte. Der Siemens-Aufsichtsrat hatte bereits im September beschlossen, in den Skandal verwickelte frühere Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats zu verklagen, sollten diese nicht zu einem Vergleich bereit sein.

Neun ehemalige Vorstände und Aufsichtsräte haben sich Unternehmensangaben zufolge inzwischen mit Siemens außergerichtlich geeinigt. So erklärten sich die früheren Siemens-Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld früheren Angaben zufolge zur Zahlung von fünf Millionen beziehungsweise zwei Millionen Euro bereit. Die Hauptversammlung am Dienstag muss die Vergleiche abschließend noch absegnen.

Hingegen konnte offenbar weder mit dem einst für den Telekommunikationsbereich zuständigen Ganswindt noch mit dem früheren Finanzvorstand Neubürger eine Einigung erzielt werden. Siemens kostete der Skandal um das weit verzweigte System schwarzer Kassen nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden Euro.

25. Januar 2010 - 14.56 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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