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Siemens droht offenbar Schadenersatzklage aus Athen
AFP VOM 31.5.2008 | Nachrichten - Allgemein | 1083 Aufrufe Mehr zum Thema:Siemens, Schadenersatzklage, Athen
Konzern soll bei OTE Schmiergeld gezahlt haben
Im Korruptionsskandal bei Siemens drohen der Firma nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" nun Schadenersatzforderungen der griechischen Telefongesellschaft OTE. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaften in München und Athen soll Siemens über viele Jahre hinweg zahlreiche Manager und Mitarbeiter bestochen haben, um bei einem Auftrag für den Ausbau des Telefonnetzes in Griechenland stark überhöhte Preise abzurechnen, berichtete die Zeitung (Samstagsausgabe). Demnach erklärte OTE, das Unternehmen habe Anwälte in Griechenland und Deutschland eingeschaltet, um notwendige Schritte prüfen zu lassen. Dazu zählten auch Schadenersatzforderungen.
Die Telefonsparte von Siemens hatte vor rund zehn Jahren mit OTE einen Rahmenvertrag im Umfang von einer Milliarde Euro für Dienstleistungen über mehrere Jahre geschlossen. Für dieses Abkommen und dessen Abwicklung seien hohe Schmiergeldzahlungen geleistet worden, hatte Anfang der Woche im ersten Prozess in der Siemens-Korruptionsaffäre der angeklagte ehemalige Konzernmanager Reinhard Siekaczek ausgesagt. Seinen Angaben und internen Siemens-Papieren zufolge sollen nach und nach rund 40 Millionen Euro Schmiergeld geflossen sein.
31. Mai 2008 - 14.16 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2008
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