Siemens-Aktionäre billigen Vergleiche mit Ex-Managern
AFP VOM 26.1.2010 | Nachrichten - Vor Gericht | 1434 Aufrufe Mehr zum Thema:Siemens, Schmiergeldskandal
Zwei Milliarden Euro Schaden durch Schmiergeldaffäre
Im Siemens-Schmiergeldskandal hat die Hauptversammlung des Elektronik-Konzerns den Vergleichen mit neun ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten zugestimmt. Das teilte das Unternehmen in München mit. Die Aktionäre bewilligten demnach auch die Einigung mit den Versicherern der Unternehmensleiter-Haftpflichtpolice, die Siemens im Zusammenhang mit den durch die Affäre entstandenen Schäden bis zu 100 Millionen Euro zahlen sollen.
Siemens kostete der Skandal um das weit verzweigte System schwarzer Kassen nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden Euro. Unter anderen hatten sich die früheren Siemens-Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld zur Zahlung von fünf Millionen beziehungsweise zwei Millionen Euro bereit erklärt.
Keine außergerichtliche Einigung erreichte Siemens offenbar mit dem einst für den Telekommunikationsbereich zuständigen Vorstand Thomas Ganswindt sowie mit dem früheren Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger. Beide Ex-Manager verklagte das Unternehmen inzwischen vor dem Landgericht München auf Schadenersatz.
26. Januar 2010 - 21.23 Uhr
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