Siebeneinhalb Jahre Haft für Perus Ex-Präsident Fujimori
AFP VOM 21.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 870 Aufrufe Mehr zum Thema:Fujimori
Verurteilung Fujimoris wegen Korruption
Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori ist erneut zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Perus Hauptstadt Lima verhängte eine Gefängnisstrafe von siebeneinhalb Jahren wegen Korruption gegen den 70-Jährigen. Fujimori kündigte an, er werde Berufung gegen das Urteil einlegen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Fujimori in den letzten Monaten seiner Amtszeit von 1990 bis 2000 illegal einen 15-Millionen-Dollar-Bonus an seinen Berater und Geheimdienstchef Vladimir Montesinos transferierte. Das Gericht blieb damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft und eine Entschädigungszahlung wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder gefordert hatte. Staatsanwalt Avelino Guillen zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Urteil.
Fujimori kündigte nach der Bekanntgabe des Urteils umgehend an, er werde in Berufung gehen. Während des Prozesses hatte er den Geldtransfer zugegeben. Fujimori plädierte dennoch auf unschuldig, da er für die Taten weder straf- noch zivilrechtlich verantwortlich sei.
Der frühere Staatschef war bereits in zwei weiteren Prozessen zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Im April wurde er wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während seiner Zeit als Staatschef zu 25 Jahren Haft verurteilt. Gegen das Urteil legte er ebenfalls Berufung ein. Ende 2007 hatte Fujimori zudem wegen Machtmissbrauchs eine sechsjährige Gefängnisstrafe erhalten.
Da sich nach peruanischem Recht mehrere Haftstrafen nicht addieren, verlängert sich durch das erneute Urteil die Zeit nicht, die Fujimori im Gefängnis sitzen muss. Maßgeblich für seine Zeit in Haft ist das Urteil über 25 Jahre wegen Menschenrechtsverletzungen.
21. Juli 2009 - 07.08 Uhr
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