>Sicherheitsdienst - Ausrüstung zur Verteidigung
Danke erstmal für die vielen Aussagen!
Gem. WG sind Teleskopschlagstöcke (starr) und MES/Tonfa Waffen und dürfen erst ab 18 Jahren erworben und geführt werden, außer auf öffentlichen Veranstaltungen. Da ist das Gesetzt ziemlich eindeutig. Leider trifft das Gesetzt keine Aussage zum Einsatz solcher Waffen im Sicherheitsdienst, welche private und behördliche Aufgaben wahrnehmen. Das die Waffen nur zur Notwehr eingesetzt werden ist für uns selbstverständlich.
Zumindest kann man als Sicherheitsdienst im Land Hessen eine Ausnahmeregelung stellen, die es Sicherheitsdiensten erlauben Waffen zu tragen. So und da scheiden sich nun die Geister; Präsidium sagt wir brauchen keine Waffen, Dozent an der Polizeischule Hessen sagt wir sollen welche tragen und möglichst offen, Waffenbehörde genehmigt sie uns erst nachdem wir was in der Richtung zur Anzeige gebracht haben und die Polizei vor Ort ist mehr als froh das wir sie entlasten. Zumindest hört sich das alles sehr nach behördlicher Willkür an. Leider muss ich auch sagen, dass ich das Präsidium und LKA verstehen kann, da es genug schwarze Schafe in der Branche gibt, aber sollte man das nicht pauschalisieren.
Zu der Aussage auf die Polizei warten. Meine persönliche Erfahrung zeigt das eher die Polizei wartet das der Sicherheitsdienst was tut. Zudem muss ich sagen das ein Sicherheitsdienst ein Unternehmen ist und daher Kunden brauch um Geld zu verdienen, nicht wie eine behördliche Instutition. Gerade der Kundenwunsch ist es eine Situation schnell zu bereinigen. Ein zu langes Warten schadet dem Ansehen des Unternehmens und kann die Situation schnell eskalieren lassen. Wer nicht grade im Großstadtbereich arbeitet weis auch, dass es etwas dauern kann bis die Polizei vor Ort ist und dann auch nur mit einer Streife. In der Theorie ist immer alles leicht gesagt, solang sie nicht Praxis wird.
Wer sind die "Guten"? Darunter verstehe ich eigentlich Polizei und ordentliche Sicherheitsdienste. Ich verstehe unter meinem Auftrag nicht nur, dass ich den Eintritt, Alter kontrolliere und Streits schlichte etc., sondern auch erziehe. Meistens streite ich mich mit Leuten rum wo Eltern und Schule schlicht versagt haben. Das sieht man an einfach Dingen wie ans Zelt urinieren, Umgangsformen und alle alltäglichen Dinge. Eh ich einen auf die Backen haue, nehme ich ihn mir lieber zur Seite und erkläre im was er da falsch macht. Die meisten sehen es ein und entschuldigen sich und bei den anderen ärgere ich mich nur noch danach und schüttele den Kopf.
Zurück zum Thema: Klar ein Schlagstock sollte nur Notwehr eingesetzt werden, aber wie kann ich ihn einsetzten wenn ich ihn gar nicht erst führen darf. Nur machen sie das mal Mitarbeitern, Kunden und auch unbeteiligten Gästen klar wenn einer mit einer abgebrochenen Flasche drohend in der Menge hantiert und sie eigentlich nichts so schnell machen können, da sie "nur" ihre Hände haben.
von inquisitor am 26.06.2007 13:45
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