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Serviceeinbau auf Webseite = Unrecht?

27.1.2003 Thema abonnieren Zum Thema: Webseite
 Von 
Barbel
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Serviceeinbau auf Webseite = Unrecht?

Hallo! Ich bin in einer ziemlichen Bedrängnis aus folgenden Gründen und bräuchte einen schnellen Handlungsrat:

Ich habe eine private, noch unkommerzielle Webseite über meinen griechischen Wohnort am Laufen und darin eingestellt hatte ich einen Part der Wettervorhersage speziell für Griechenland von der Webseite einer Gesellschaft für Wetteranalysen als Frame. Ich dachte mir nichts weiter dabei, weil ja das Logo des Urhebers mit auf dem Webseitenabschnitt erschien.
Nun ereilte mich eine saftige Rechnung der Gesellschaft mit dem Wortlaut:
"... haben wir soeben festgestellt, dass Sie aus unserem Angebot die Wetterprognosen laut beiligender Aufstellung unerlaubt auf Ihrer Webseite nutzen." (Anlage Screenshot) "Der von Ihnen ohne unsere Einwilligung erfolgte Gebrauch von Leistungen unseres Unternehmens stellt gemäß der gültigen Preislisten (siehe Beilage) einen Wert von 1.668,- Euro dar. Aufgrund der unberechtigten Inanspruchnahme unserer Leistungen sind Sie verpflichtet, oben genannten Betrag an uns zu bezahlen, und wir ersuchen Sie daher binnen 10 Tagen Ihre Zahlungspflicht anzuerkennen und die Zahlung vorzunehmen.
Erfolgt kein fristgerechter Zahlungseingang, werden wir unsere Server-Logfiles überprüfen. Sollte sich bei dieser Kontrolle herausstellen, dass der Datenbezug länger als ein Jahr läuft, wird der gesamte Zeitraum nachverrechnet. Selbstverständlich wir der Zeitaufwand für diese Überprüfung zusätzlich in Rechnung gestellt.
In Ihrem eigenen Interesse empfehlen wir die fristgerechte Erledigung."

Das ist für mich sehr bedrohlich, weil ich das verlangte Geld erstens nicht habe, zweitens weil die Frist bereits überschritten ist, nachdem der Brief über meinen Nebenwohnsitz in Deutschland mich hier in Griechenland verspätet erreichte. Ich weiß absolut nicht, wie ich nun reagieren kann und soll.
In erster Reaktion verfasste ich eine noch nicht abgesandte E-Mail, in der ich um Entschuldigung und um Nachsehen bitte, weil mir nicht klar gewesen sei, dass ich unlauter handle. Ich habe diese Mail aber noch nicht abgeschickt, um nicht womöglich mit dem Leichtsinns-Eingeständnis ein Schuldbekenntnis zu leisten, das mir Nachteile bringt, falls die Gesellschaft hart bleibt in ihren Forderungen.

Könnte mir wohl bitte jemand einen Handlungsrat erteilen und auch eine kleine Einschätzung der Rechtslage? Vielen Dank schonmal und Gruß von Barbel.

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