Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
10.617 Ratgeber, 1.620.056 Forumsbeiträge, 147.569 Rechtsberatungen
404.159
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang1280 Besucher16 Anwälte online

Beweislast

2.1.2002 | Ratgeber - Kaufrecht | 184137 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Schuldrecht, 2002, Kauf, Gewährleistung

Trotz eindeutiger rechtlicher Vorschriften sind Verkäufer nicht immer bereit, das zu tun, wozu sie per Gesetz verpflichtet sind. Trotz eindeutig vorhandener Mängel ist der Verkäufer mitunter nicht bereit, den Mangel zu beseitigen, das Produkt zurückzunehmen oder einen Preisnachlass zu gewähren. Dann hilft es nur noch, seine eigenen Rechte vor Gericht einzuklagen.

Vor Gericht kommt es dann aber nicht mehr darauf an, ob man Recht hat, sondern vielmehr, ob man dies auch beweisen kann. Im Fall des Kaufs einer mangelhaften Sache stellte sich bisher demzufolge immer die Frage: "Wie kann ich beweisen, dass die Sache schon zum Zeitpunkt des Kaufs beschädigt war ?"

Zumindest in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf des Produktes ist diese Frage nach dem 01.01.2002 überflüssig. Nach den Regelungen des neuen Schuldrechts wird vermutet, dass die gekaufte Sache, wenn an ihr innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf ein Mangel auftritt, auch schon zum Zeitpunkt des Kaufs fehlerhaft war.
Damit hat der Verkäufer den schwarzen Peter. Er muss vor Gericht beweisen, dass die gekaufte Sache zum Zeitpunkt des Kaufs ohne Fehler war. Kann er dies nicht tun, so bekommt der Verbraucher sein Recht.

Liegt der Zeitpunkt länger als sechs Monate zurück, wird entsprechend der "alten Regelung" vorgegangen. D.h. es ist Sache des Käufers nachzuweisen, dass die Sache bereits zum Zeitpunkt des Kaufes defekt war.




« Zurück | Seite: 1234567
Seiten in diesem Artikel:
Seite 1: Neues Schuldrecht - Mehr Rechte beim Kauf
Seite 2: Haftung für Werbung
Seite 3: Das Kleingedruckte
Seite 4: Die `Ikea-Klausel`
Seite 5: Das neue Gewährleistungsrecht
Seite 6: Verjährung
Seite 7: Beweislast

Leserkommentare
123recht.net ist Rechtspartner von:

404.159
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

147.569
beantwortete Fragen
16
Anwälte jetzt
online
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Schwarzfahren kostet ab 1. Januar 60 Euro - sollte Schwarzfahren überhaupt noch strafbar sein?