Zeitung: Finanzministerium wusste frühzeitig von BaFin-Affäre
AFP VOM 25.9.2006 | Nachrichten - Allgemein | 6499 Aufrufe Mehr zum Thema:Finanzaufsicht, BaFin, Sanio
Das Bundesfinanzministerium soll schon frühzeitig von Unregelmäßigkeiten in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Kenntnis gehabt haben. Dies gehe aus einem Schreiben des Prüfungsamtes des Bundes in Koblenz vom 10. März 2004 hervor, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe). Darin heiße es, das Bundesministerium der Finanzen habe "nachrichtlich einen Abdruck der Prüfungsmitteilung erhalten". Der zuständige Leiter des Referates für die Aufsicht der BaFin im Ministerium sei am Montag versetzt worden. Die Zeitung zitiert eine Ministeriumssprecherin, wonach nur die Arbeitsebene des Ressorts von dem Schreiben Kenntnis gehabt habe.
Das Düsseldorfer "Handelsblatt" hatte am Montag berichtet, das Bundesfinanzministerium wolle BaFin-Chef Jochen Sanio auf der für Dienstag angesetzten Sondersitzung des Verwaltungsrats nochmals die Entlastung für das Jahr 2005 verweigern. Damit steuere das Ministerium auf eine Konfrontation mit den Banken zu, die Sanio entlasten wollten. In zwei der Zeitung vorliegenden Gutachten werden Sanio persönliche Versäumnisse bei der Reform der internen Kontrollsysteme vorgeworfen.
26. September 2006 - 07.53 Uhr
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Seiten in diesem Artikel: Seite 1: Chef der Bundesfinanzaufsicht bleibt trotz Korruptionsaffäre im AmtSeite 2: Chef der Finanzaufsicht BaFin weiter unter DruckSeite 3: Zeitung: Finanzministerium wusste frühzeitig von BaFin-AffäreSeite 4: Finanzwächter mit scharfen Zähnen



