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Société Générale gibt für Kapitalerhöhung neue Aktien aus

AFP VOM 11.2.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 4121 Aufrufe
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Nach ihren Milliardenverlusten will die französische Großbank Société Générale mit der Ausgabe verbilligter Aktien gegensteuern. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung will die Bank neue Anteilsscheine zu einem Preis von 47,50 Euro anbieten und so ingesamt 5,5 Milliarden Euro einnehmen. Der Kurs der neuen Aktien liegt rund 40 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag von 77,72 Euro. Société-Generale-Händler Jérôme Kerviel, der mit seinem milliardenschweren Spekulationsbetrug die Bank ins Trudeln gebracht hatte, wehrt sich weiter gegen seine Festnahme.

Mit der Ausgabe neuer Aktien will sich die Bank mit neuem Eigenkapital versorgen, um Verluste aus den Kerviel-Deals und aus der US-Finanzkrise auszugleichen. Die Zeichnungsfrist läuft vom 21. bis 29. Februar. Die Société Générale hatte durch ungenehmigte Spekulationen des Händlers 4,82 Milliarden Euro Verlust hinnehmen müssen. Dazu kamen zwei Milliarden Euro Verlust durch die US-Immobilienkrise.

Die Bank räumte weitere 600 Millionen Euro Verlust durch nicht gesicherte Kredite ein: Die Verluste durch die Krise beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro, hieß es. Die Société Générale hatte bereits am 24. Januar die Kapitalerhöhung in dieser Höhe zur Stärkung der Eigenkapitalbasis angekündigt.

Ein Berufungsgericht in Paris bestätigte derweil die Untersuchungshaft für Kerviel. Dieser war am vergangenen Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft festgenommen worden. Kerviel-Anwältin Elisabeth Meyer kündigte an, sie werde nun die nächsthöhere Instanz anrufen.

Meyer sagte der französischen Tageszeitung "Figaro", Kerviel fühle sich "verraten". Vom ersten Tag an habe er sich akribisch an die Auflagen gehalten, die ihm von der Justiz erteilt worden seien. Staatsanwaltschaft und Société-Generale-Anwälte hatten allerdings geltend gemacht, Kerviel werde auf freiem Fuß jegliche Komplizen oder Zeugen zu beeinflussen versuchen. Daraufhin wurde er in U-Haft genommen. Gegen den 31-jährigen wird wegen Vertrauensbruchs, Fälschung und Eindringens in ein Computerdatensystem ermittelt.

11. Februar 2008 - 17.03 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008





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Seite 2: Möglicher Mitwisser in Société-Générale-Affäre wieder frei
Seite 3: Möglicher Mitwisser in Spekulationsaffäre bei Société Générale

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