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Sean Connery sagt bei Korruptionsverfahren nicht aus

AFP VOM 15.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 553 Aufrufe
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Sean Connery

Aus Gesundheitsgründen nicht nach Spanien gereist

Im Korruptionsverfahren um den Verkauf von Villen im spanischen Marbella werden die Richter auf ihren prominentesten Zeugen verzichten müssen: Trotz förmlicher Vorladung ließen Oscarpreisträger Sean Connery und seine Frau den Termin verstreichen, wie aus Gerichtskreisen verlautete.

In einem Schreiben an das Gericht habe der 80-jährige schottische Schauspieler versichert, dass er die Reise nach Marbella aus "gesundheitlichen Gründen und wegen seines Alters" nicht antreten könne. Der Ermittlungsrichter erwägt nun, ein Team zur Vernehmung Connerys auf die Bahamas zu schicken, wo er und seine Frau leben. Dutzende Journalisten hatten bereits seit dem Morgen auf das Paar gewartet.

Bei den Ermittlungen unter dem Namen "Goldfinger" geht es unter anderem um den Verkauf von Connerys Luxusvilla in dem vornehmen südspanischen Küstenort. Die "Malibu" soll 1999 für rund 6,5 Millionen Euro den Besitzer gewechselt haben. Die Villa wurde abgerissen, auf dem Grundstück entstand ein vierstöckiges Haus mit 72 Luxuswohnungen - obwohl laut Bebauungsplan höchstens fünf Wohnungen dort hätten erbaut werden dürfen. Connery und seiner aus Frankreich stammenden Frau Micheline droht Gerichtsangaben zufolge keine Festnahme oder eine Anklage. Medien hatten aber im Sommer berichtet, dass dem Hollywoodstar möglicherweise Ärger wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung drohe.

Für ihre Ermittlungen wählte die Polizei den Namen "Goldfinger" - den Titel eines der James-Bond-Filme, in denen Connery die Hauptrolle spielte. Die wohlhabende Mittelmeergemeinde Marbella wurde in den vergangenen Jahren wiederholt von Korruptions- und Immobilienskandalen erschüttert, die vor allem auf die Stadtverwaltung ein dunkles Licht warfen.

15. Oktober 2010 - 15.26 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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