Sean Connery für spanisches Korruptionsverfahren vorgeladen
AFP VOM 7.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 587 Aufrufe Mehr zum Thema:Sean Connery, Korruption
Filmstar und Frau sollen wegen Hausverkaufs aussagen
In einem Korruptionsverfahren in Spanien haben Oscarpreisträger Sean Connery und seine Frau eine Vorladung vom Gericht erhalten. Der 80-jährige Schotte, der mit seiner aus Frankreich stammenden Frau Micheline auf den Bahamas lebt, solle am 15. Oktober vor dem Richter in Marbella erscheinen, wie aus Gerichtskreisen verlautete. Bei den Ermittlungen unter dem Namen "Goldfinger" geht es unter anderem um den Verkauf von Connerys Luxusvilla im vornehmen südspanischen Küstenort Marbella.
Die "Malibu" soll 1999 für rund 6,5 Millionen Euro den Besitzer gewechselt haben. Die Villa wurde abgerissen, auf dem Grundstück entstand ein vierstöckiges Haus mit 72 Luxuswohnungen - obwohl laut Bebauungsplan höchstens fünf Wohnungen dort hätten erbaut werden dürfen. Connery und seiner Frau droht den Angaben zufolge keine Festnahme oder eine Anklage. Medien hatten aber im Sommer berichtet, dass dem Hollywoodstar möglicherweise Ärger wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung drohe.
Für ihre Ermittlungen wählte die Polizei den Namen "Goldfinger" - den Titel eines der James-Bond-Filme, in denen der mittlerweile 80-jährige Connery die Hauptrolle spielte. Die wohlhabende Mittelmeergemeinde Marbella wurde in den vergangenen Jahren wiederholt von Korruptions- und Immobilienskandalen erschüttert, die vor allem auf die Stadtverwaltung ein dunkles Licht warfen.
7. Oktober 2010 - 21.38 Uhr
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