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Schwiegersohn von Kaplan zu Haftstrafe verurteilt

AFP VOM 3.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 617 Aufrufe
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Schwiegersohn, Kaplan, Haftstrafe

Angeklagter hatte Unterstützung von Terrorgruppe IBU zugegeben

Wegen Unterstützung der Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den Schwiegersohn des Islamistenführers Metin Kaplan zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Turgay C. hatte nach Gerichtsangaben vom Freitag nach mehrmonatiger Prozessdauer zugegeben, dass er der IBU über einen Mittelsmann insgesamt 39.000 Euro hatte zukommen lassen. Der in dem Verfahren ebenfalls angeklagte Bruder des Verurteilten, Ömer C., muss sich dagegen weiter vor dem Düsseldorfer Gericht wegen Mitgliedschaft in der IBU verantworten.

Metin Kaplan war Führer der islamistischen Organisation "Kalifatsstaat" mit Sitz in Köln. Im Herbst 2000 wurde der später in die Türkei abgeschobene Kaplan wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu vier Jahren Haft verurteilt. Kaplans Schwiegersohn und dessen Bruder waren im Februar 2011 festgenommen worden. Der Prozess gegen die beiden Brüder mit deutscher Staatsangehörigkeit hatte im vergangenen März begonnen.

Die IBU gehört zum Netzwerk islamistischer Terrorgruppen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet und arbeitet nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft mit Al-Kaida, Taliban und anderen Gruppierungen zusammen. Sie soll für Anschläge auf afghanische, pakistanische und NATO-Soldaten sowie Zivilisten verantwortlich sein.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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