Schweizer lehnen Pflichtanwälte für misshandelte Tiere ab
AFP VOM 8.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 917 Aufrufe Mehr zum Thema:Tierrecht
Klare Mehrheit von 70 Prozent bei Referendum
Die Schweizer Bevölkerung hat am Sonntag bei einem Referendum die landesweite Einführung von Pflichtanwälten für misshandelte Tiere abgelehnt. 70,5 Prozent stimmten gegen die Ausweitung der Rechte von Tieren, die von den Befürwortern als beispielhaft auch für andere Länder propagiert worden war. Nur 29,5 Prozent stimmten für die Initiative. Die Ablehnung erstreckte sich auf alle Kantone.
Im Kanton Zürich gibt es eine anwaltliche Vertretung für misshandelte Tiere seit 1992. Diese Regelung wollten die Initiatoren der Volksabstimmung auf das ganze Land ausweiten. Die Regierung und die konservativen Parteien lehnten dies ab. Die Befürworter der Neuerung verwiesen darauf, dass in einem Fall ein Pferd mit 30 Stichen getötet wurde und in einem anderen 150 Katzen in Verwahrlosung lebten.
Die Gegner vertraten die Ansicht, die bestehenden Regelungen sicherten Tieren bereits umfassende Rechte. So dürfen Fische in der Schweiz nicht lebend durch die Toilette in die Kanalisation gespült, Hamster und Wellensittiche nicht als Einzeltiere gehalten werden.
8. März 2010 - 15.21 Uhr
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