
Die Schweizer Justiz hat die Pfändung des Multimillionen-Vermögens vom Sohn des früheren nigerianischen Diktators Sani Abacha angeordnet. Ein Gericht in Genf befand Abba Abacha wegen Bestechung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung für schuldig, wie die Behörden mitteilten. Abachas Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 235 Millionen Euro werden demnach mit Hilfe Luxemburgs und der Bahamas eingezogen. Der Diktatoren-Sohn wurde außerdem zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, deren Höhe zunächst nicht zu erfahren war.
Der 1998 verstorbene Sani Abacha soll während seiner viereinhalb Jahre an der Spitze Nigerias umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro der Zentralbank des Landes unterschlagen haben. Rund 470 Millionen Euro, die auf Schweizer Bankkonten versteckt waren, wurden Nigeria mittlerweile zurückerstattet.
20. November 2009 - 20.48 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009

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