Schwägerin wäscht Chinesen von Mordvorwürfen rein
AFP VOM 31.8.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 565 Aufrufe Mehr zum Thema:Mord
Frau ermittelte als Polizistin unermüdlich für ihren Schwager
Nach zehnjähriger Ermittlungsarbeit ist es einer chinesischen Polizistin gelungen, ihren Schwager vom Vorwurf des Mordes an ihrer kleinen Schwester reinzuwaschen. Nach einem chinesischen Zeitungsbericht vom Montag ruhte die Chinesin Song Shujie nicht eher, bis ihr ursprünglich zu lebenslanger Haft verurteilter Schwager schließlich freigesprochen wurde. Dem Zeitungsbericht zufolge war die heute 53 Jahre alte Frau stets davon überzeugt, dass ihre Schwester Selbstmord begangen hatte - deshalb sammelte sie unermüdlich Beweismaterial zugunsten ihres Schwagers, verfasste mehr als 10.000 Briefe, verlor zwischenzeitlich ihren Job, und auch ihre Ehe ging zu Bruch.
Der Schwager der Frau, der heute 49-jährige Feng Lianwen, war 1999 wegen Mordes an seiner Frau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Später wurde die Strafe auf zehn Jahre Haft gemindert, dann folgte im Berufungsverfahren der Freispruch. Zudem erhielt Feng eine Entschädigung von umgerechnet rund 30.000 Euro für die zu Unrecht abgesessene Haft. "Wenn ich nicht hartnäckig geblieben wäre, hätte mich mein Polizistinnen-Gewissen auf ewig gequält", sagte Song, die inzwischen wieder Arbeit bei der Polizei hat.
31. August 2009 - 16.37 Uhr
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