Angesichts der EU-Erhebungen über die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen will Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) Frauen den Klageweg für eine Gleichbezahlung erleichtern. "Wenn es eine Ungleichheit gibt, muss die Firma beweisen, dass es sich dabei nicht um eine Diskriminierung der Frauen handelt", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". Die Unternehmen müssten "verpflichtet werden, die Daten für einen Gehältervergleich zur Verfügung zu stellen". Zudem machte sich der Arbeitsminister für einen höheren Anteil von Frauen in Aufsichtsräten stark. Er sprach sich für eine Quote von 40 Prozent für Frauen aus.
Erhebungen der Europäischen Union zufolge liegt der Stundenlohn von Frauen in Deutschland um 23 Prozent unter dem der Männer. Der EU-Durchschnitt beträgt 17,4 Prozent. Schlechter als Deutschland stehen nur Zypern, die Niederlande, die Slowakei, Tschechien, Estland und Österreich da.
22. März 2009 - 03.07 Uhr
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