Schmerzensgeld im Arbeitsverhältnis

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Arbeitsrecht Rubrik, Schmerzensgeld, Arbeitsrecht, Haftungsausschluss, Berufsgenossenschaft

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Fazit

Ein Haftungsausschluss kommt immer nur dann in Betracht, wenn die Verletzung nicht gewollt und der Schaden durch eine betriebliche Tätigkeit verursacht wurde. In diesen Fällen soll dem Geschädigten kein Nachteil dadurch entstehen, dass der Schädiger vielleicht nicht zahlen kann, außerdem soll es nicht zu gerichtlichen Auseinandersetzungen unter Angehörigen eines Unternehmens kommen. Der Nachteil ist aber: Es gibt kein Schmerzensgeld! Dies wird aufgrund des Betriebsfriedens geopfert und nicht ersetzt.

Schmerzensgelder können nur in den Fällen verlangt werden, in denen der Schaden nicht in Ausführung der Arbeitsleistung passierte oder der Schädiger vorsätzlich den Schaden herbeiführte. Jedoch ist bei einem bestehenden Schmerzensgeld- und Schadenersatzanspruch immer fraglich, ob der Verursacher diesen auch bezahlen kann. Einem nackten Mann kann man ja bekanntlich nicht in die Tasche greifen.

Es ist somit auf jeden Fall sicherer, wenn der Haftungsausschluss eingreift und die Berufsgenossenschaft den Schadenersatz übernimmt. Zwar wird hier kein Schmerzensgeld gezahlt, jedoch bekommt man alle anderen Schäden ersetzt und hat einen zahlungskräftigen Gegner.
Der Verzicht auf das Schmerzensgeld sollte bei dieser Vorstellung zu ertragen sein, zumal die Beträge in Deutschland für leichte Verletzungen nicht sonderlich hoch sind.

Bei einem Unfall während der Arbeitszeit sollte also immer geprüft werden, ob nicht durch einen eingreifenden Haftungsausschluss die Berufsgenossenschaft für die entstanden Schäden aufkommt.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Schmerzensgeld im Arbeitsverhältnis
Seite  2:  Voraussetzungen des Haftungsausschlusses
Seite  3:  Wozu einen Haftungsausschluss?
Seite  4:  Beipiel: Haftungsausschluss greift nicht und Sie können Schmerzensgeld bekommen
Seite  5:  Beispiel: Haftungsausschluss liegt vor und Sie bekommen kein Schmerzensgeld
Seite  6:  Fazit
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