Schills Haaranalyse ergibt keinen Hinweis auf Kokain
AFP VOM 18.2.2002 | Nachrichten - Aktuelles | 2876 Aufrufe Mehr zum Thema:Schill, Kokain
- Münchner Institut: Drogenkonsum ausgeschlossen
Die Haaranalyse bei Hamburgs Innensenator Ronald Schill ist negativ ausgefallen. Es gebe "keine Hinweise auf einen Drogenkonsum" Schills, teilte das Rechtsmedizinische Institut der Universität München mit. Ein regelmäßiger Drogenkonsum könne damit ausgeschlossen werden. Auch ein gelegentlicher Konsum von Kokain gelte als "unwahrscheinlich". Schill hatte vor einer Woche eine Haarprobe am Münchner Institut abgegeben, um den gegen ihn erhobenen Kokain-Verdacht zu entkräften.
Laut Institut wurde bei den Untersuchungen eine niedrige Nachweisgrenze angesetzt, um unter Umständen auch einen sporadischen Drogenkonsum feststellen zu können. Der von Schill stammende Haarstrang wurde demnach in drei einzelne Segmente unterteilt, in einem chemischen Prozess extrahiert und auf Opiate, Amphetamine, Cannabis und Kokain einschließlich seiner Abbauprodukte untersucht.
Der rechtspopulistische Politiker hatte sich zu der Haarprobe veranlasst gesehen, nachdem in dem ARD-Fernsehmagazin "Panorama" ein anonymer Zeuge erklärt hatte, Schill habe am 23. September nach seinem Wahlsieg bei der Hamburger Bürgerschaftswahl weißes Pulver auf sein Zahnfleisch gerieben.
Sicherheitsbeamte des Landeskriminalamts, die sich nach eigenen Angaben pausenlos an der Seite von Schill aufgehalten hatten, widersprachen dem Zeugen allerdings. Schill selbst hatte die Vorwürfe vehement zurückgewiesen und inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.
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