Der umstrittene Kauf der Steuer-CD mit gestohlenen Bankdaten aus der Schweiz soll nach Medieninformationen an diesem Wochenende in Frankreich über die Bühne gehen. Vier Steuerfahnder aus Wuppertal seien zu einem Geheimtreffen mit dem Informanten dorthin unterwegs, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Ermittlerkreise. Dem Anbieter der Daten sei an einem Treffen im Ausland gelegen, weil er in Deutschland mit einer Verhaftung rechnen müsste und die CD beschlagnahmt werden könnte.
Nach "Focus"-Informationen soll es im Vorfeld des CD-Erwerbs bereits eine spektakuläre Selbstanzeige gegeben haben: Ein Steuerflüchtiger aus Berlin habe den Finanzbehörden sein Geheimkonto in der Schweiz gestanden und die umgehende Begleichung seiner Steuerschuld in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro vereinbart. Damit hätte sich der CD-Kauf für die deutschen Behörden bereits gelohnt: Der Informant verlangt Medienberichten zufolge 2,5 Millionen Euro für sein Datenmaterial über bis zu 1500 deutsche Anleger mit Schweizer Konten.
6. Februar 2010 - 10.07 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010
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