Schadenersatz in den USA

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Punitive Damages?

Spätestens seit der Verurteilung von Phillip Morris zur Zahlung von insgesamt sieben Milliarden Mark an einen amerikanischen Raucher ist das Wort "punitive damages" in aller Munde. Während der Schadenersatz sich hierzulande aus dem Ersatz der materiellen und somit "geldwerten" Schäden sowie eventuell Schmerzensgeld zusammensetzt, kommt es in den USA mitunter noch zu einer zusätzlichen "Bestrafung" des Schädigers. Neben dem Ersatz der Schäden muss der Schädiger noch einen Betrag zu Strafzwecken entrichten, der meistens weit höher ist als der eigentlich verursachte Schaden. Im Fall des amerikanischen Rauchers wurden diesem 5,5 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen, dazu kamen die "punitive damages", die Phillip Morris 3 Milliarden Dollar kosten sollen. In fast allen Fällen gehen auch die Zahlungen wegen "punitive damages" an den Geschädigten.

Punitive damages werden aber nicht in jedem Fall zugesprochen, auch in den USA passiert dies selten. Unüberwindbare Voraussetzung ist, dass der Schädiger grob fahrlässig gehandelt hat. Denn der Sorgfaltsverstoß in besonders groben Maße soll, neben dem Ausgleich der eigentlichen Schäden, nach amerikanischen Recht durch eine zusätzliche und finanziell einschneidende und spürbare Strafe sanktioniert werden.

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Seite  1:  Schadenersatz in den USA - Worum es geht
Seite  2:  Die Zuständigkeit
Seite  3:  Welches Recht wenden die amerikanischen Gerichte an?
Seite  4:  Punitive Damages?
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