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SMS Beleidigung und Telefonterror

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SMS Beleidigung und Telefonterror

Guten Tag die Damen und Herren,

eine fiktive Person hat ein kleines Problem.
Seine Ex-Freundin terrorisiert ihn mit unterdrückten Anrufen. Daraufhin hat er ihr mehrere SMS mit beleidigendem sexuellem Inhalt geschrieben. Sie erwiderte diese aber nicht.

Jetzt, einen Monat später erhält er eine Einladung von der Polizei, er solle eine Aussage machen, da er beschuldigt wird sie beleidigt zu haben auf sexueller Ebene.

Was kann er jetzt tun?

Er wollte alles zugeben und keine Gegenanzeige erstatten wegen den Anrufen mit der Hoffnung, dass er eben eine Geldstrafe zahle und er nicht vors Gericht gehen muss.

Kann das alles noch außergerichtlich geregelt werden oder muss er mit einem langen Strafprozess wegen so einer Sache rechnen ??

Wie hoch sind die Strafen ? Es waren dutzende SMS. um die 50.

Vielen Dank im Voraus !

Gruß



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-- Editiert am 09.05.2011 17:45


von blume200 am 09.05.2011 17:21
Status: Frischling (9 Beiträge)
Userwertung:  1,0  von 5 (von 1 User(n) bewertet)

Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 378 weitere Beiträge zum Thema "Beleidigung".


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>SMS Beleidigung und Telefonterror
quote:
Er wollte alles zugeben und keine Gegenanzeige erstatten

Die Gegenanzeige wäre ja auch reichlich unglaubwürdig.
Zumal er bei unterdrückter Nummer ja noch nicht mal sicher sein kann, wer es nun war.
Im Gegenteil wird die StA es sicherlich nicht so gerne sehen, wenn da jemand meint, er müsse Selbstjustiz üben. Das würde sich auf eine wohlwollende Bearbeitung der Beleidigungssache eher negativ auswirken.

quote:
Kann das alles noch außergerichtlich geregelt werden

Naja, wenn er sich entschuldigt und die Ex die Anzeige zurückzieht, könnte es durchaus sein, daß der StA kein öffentliches Interesse mehr sieht und die Sache einstellt.

quote:
oder muss er mit einem langen Strafprozess wegen so einer Sache rechnen

Langwierig wird da nix. Es würde ja wohl eher ein Strafbefehl ergehen.



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von Snoop Pooper Scoop am 09.05.2011 19:33
Status: Unsterblich (3110 Beiträge)
Userwertung:  2,7  von 5 (von 125 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Also heißt das, dass es sehr wohl dazu kommen kann, das es eine Gerichtsverhandlung gibt wegen dieser eig. sehr kindischen Sache ??
Wenn ich Reue zeige und bei der Aussage erwähne, dass ich mich bereits entschuldigt habe beim Opfer wirkt sich das doch bestimmt positiv aus oder nicht?

Ich will eine Gerichtsverhandlung eigentlich vermeiden.


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-- Editiert am 09.05.2011 19:46


von blume200 am 09.05.2011 19:36
Status: Frischling (9 Beiträge)
Userwertung:  1,0  von 5 (von 1 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Du schreibst: Seine Ex-Freundin terrorisiert ihn mit unterdrückten Anrufen.

Nun er könnte sagen, dass er mit den Beleidigungen einfach hoffte, in Zukunft seine RUHE zu haben. Ggf. kann ein Anwalt das entsprechend darlegen.

Aber: die "unterdrückten Anrufe" müssten nachgewiesen werden, was aber ein Staatsanwalt machen kann. Wie viele waren es denn ? Zu welchen Zeiten ?

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"Chylla"


von Chylla am 09.05.2011 22:43
Status: Unsterblich (1810 Beiträge)
Userwertung:  2,6  von 5 (von 13 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Es waren an vereinzelten Tagen früh morgens oder spät abends..

Was würde passieren, wenn er bei der Aussage sage, dass er sich bereits entschuldigt hat und bereit ist eine Geldstrafe zu zahlen.
Würde man sich dann das Gericht sparen?


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von blume200 am 10.05.2011 10:35
Status: Frischling (9 Beiträge)
Userwertung:  1,0  von 5 (von 1 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Wie Snoop schon gesagt hat, kommt es bei sowas seltenst zum Prozess.
Das wird auf nen Strafbefehl hinauslaufen.
Widersprichst du gegen diesen, dann kommt es zur Verhandlung.

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"1 Stern für die Wahrheit .
5 Sterne für "alles wird gut, keine Sorge""


von Onlyly am 10.05.2011 10:55
Status: Senior (191 Beiträge)
Userwertung:  3,4  von 5 (von 12 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
quote:
Nun er könnte sagen, dass er mit den Beleidigungen einfach hoffte, in Zukunft seine RUHE zu haben. Ggf. kann ein Anwalt das entsprechend darlegen.

Wie ich schon schrieb, ist das aus zweierlei Gründen Banane.

Erstens mag kein Richter/StA, wenn jemand offen zugibt, daß er Selbstjustiz für das Mittel der Wahl hält. Dann ist mit Milde schon mal Essig.

Zweitens weiß jeder Richter/StA, daß "Beleidigungen sexueller Natur" nach keiner verständigen Interpretation geeignet sein können, eine Belästigung zu unterbinden.

So eine Taktik würde also mehr Schaden anrichten als gut tun. Zumal der Beschuldigte ja noch nicht mal beweisen kann, wer ihn da "terrorisiert" haben soll.

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von Snoop Pooper Scoop am 10.05.2011 11:29
Status: Unsterblich (3110 Beiträge)
Userwertung:  2,7  von 5 (von 125 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Strafbefehl klingt plausibel.

Ist es denn in diesem Fall hier noch möglich, dass das Opfer auf Schmerzensgeld plädiert ?

Das müsste allerdings vor Gericht geklärt werden, wenn ich mich nicht täusche...?!?!




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von blume200 am 10.05.2011 14:09
Status: Frischling (9 Beiträge)
Userwertung:  1,0  von 5 (von 1 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
quote:
Ist es denn in diesem Fall hier noch möglich, dass das Opfer auf Schmerzensgeld plädiert ?

Klar ist das möglich. Ob erfolgreich, ist dann eine andere Frage.

quote:
Das müsste allerdings vor Gericht geklärt werden, wenn ich mich nicht täusche.

So isset.

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von Snoop Pooper Scoop am 10.05.2011 16:53
Status: Unsterblich (3110 Beiträge)
Userwertung:  2,7  von 5 (von 125 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Nun hat der betroffene neue Informationen zu dem Fall..
Nach einer Aussage inklusive Entschuldigung gegenüber des Opfers wurde von der Polizei ein TOA vorgeschlagen.

Ein Täter-Opfer-Ausgleich soll eine Gerichtsverhandlung vermeiden.

Wovon hängt jetzt ein Gelingen des TOA ab ?
Stimmt es, dass das Opfer zustimmen muss, ansonsten muss die Staatsanwaltschaft weiter ermitteln und Strafbefehl oder sogar eine Verhandlung veranlassen ??

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von blume200 am 11.05.2011 11:35
Status: Frischling (9 Beiträge)
Userwertung:  1,0  von 5 (von 1 User(n) bewertet)

>SMS Beleidigung und Telefonterror
Hi,

natürlich muß das Opfer zustimmen - wo wäre denn sonst der Ausgleich? Im Übrigen muß die Staatsanwaltschaft gar nichts - die kann natürlich jederzeit das Verfahren einstellen. Nur will sie das offenbar nicht, sonst würde sie ja nicht erst versuchen, einen TOA zu organisieren. Insofern würde es bei Mißlingen des TOA wohl einen Strafbefehl geben oder bestenfalls eine Einstellung gegen eine Auflage (§ 153a StPO).

Gruß vom mümmel

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von muemmel am 11.05.2011 11:51
Status: Tao (14063 Beiträge)
Userwertung:  4,4  von 5 (von 261 User(n) bewertet)


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