Ryanair umgeht französisches Recht und fliegt wieder von Marseille
AFP VOM 2.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1000 Aufrufe Mehr zum Thema:Ryanair, Arbeitsvertrag
Billigfluglinie hat Ärger wegen irischer Arbeitsverträge
Nach der zwischenzeitlichen Aufgabe des Standortes Marseille hat die irische Billigfluggesellschaft Ryanair einen Weg gefunden, französisches Recht sowie Steuern in Frankreich zu umgehen. Ryanair werde die meisten Verbindungen von und nach Marseille, die seit Mitte Januar weggefallen sind, im Sommer wieder aufnehmen, kündigte Firmenchef Michael O'Leary am Dienstag an.
Dazu werde die Fluggesellschaft von Mitte April bis September zwei Flugzeuge für Marseille reservieren, die aber nicht fest in der südfranzösischen Hafenstadt stationiert seien. Auch die überwiegend irische Besatzung werde sich von Woche zu Woche ändern, kündigte der Ryanair-Chef an. Dadurch könne das Unternehmen die Vorschriften umgehen und müsse in Frankreich weiterhin keine Steuern und Sozialabgaben für seine Mitarbeiter zahlen.
Ryanair hatte Ärger mit der französischen Justiz bekommen, weil es 200 Angestellte in Marseille mit irischen Arbeitsverträgen beschäftigt und vier Flugzeuge fest dort stationiert hatte. Derzeit laufen Ermittlungen dazu. Die Billigairline zog ihre Flugzeuge Mitte Januar ab und strich damit 13 Verbindungen, unter anderem von Marseille nach Marrakesch, Palermo und Paris. Der Flughafen der zweitgrößten französischen Stadt rechnete daraufhin mit 750.000 Passagieren weniger pro Jahr.
02.02.2011 - 09:00 Uhr


