Russisches Gericht verurteilt Lufthansa zu Steuernachzahlungen
AFP VOM 26.6.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 2065 Aufrufe Mehr zum Thema:Lufthansa, Russland, Steuernachzahlung
Kranichlinie soll 6,2 Millionen Euro zahlen
Ein russisches Gericht hat die deutsche Lufthansa zu einer Steuernachzahlung in Höhe von umgerechnet 6,2 Millionen Euro verurteilt. Dem Urteil zufolge war es unzulässig, dass die Lufthansa gemäß eines Abkommens aus dem Jahr 1971 mit der ehemaligen Sowjetunion keine Mehrwertsteuer und kein Geld für die Benutzung von Straßen und Gebäuden zahlen musste, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Donnerstag berichtete. Die Lufthansa warte die Urteilsbegründung ab und werde sie dann prüfen, sagte eine Sprecherin in Frankfurt am Main. Das Unternehmen behalte sich weitere rechtliche Schritte vor.
In dem Streit um angeblich nicht gezahlte Steuern hatte Russland im März bereits Geschäftskonten der Lufthansa gesperrt und erst nach einer Zahlung des Unternehmens in Höhe zwischen fünf und sieben Millionen Euro wieder freigegeben. Die Lufthansa strengte daraufhin das Verfahren vor dem Moskauer Gericht an.
Erst im April hatten Russland und die Lufthansa einen monatelangen zähen Streit um die Überflugrechte beigelegt. Russland wollte die Lufthansa-Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo zur Verlagerung des Drehkreuzes im kasachischen Astana nach Sibirien bewegen. Nach einem fünftägigen Überflugverbot und monatelangen Verhandlungen willigte Lufthansa Cargo schließlich ein, künftig auch den sibirischen Flughafen Krasnojarsk zu nutzen.
26. Juni 2008 - 17.16 Uhr
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