Die russische Polizei hat am Donnerstag erneut den Sitz des russischen Ölkonzerns Yukos in Moskau durchsucht. Die Aktion stehe in Zusammenhang mit Steuerrückständen von Unternehmen, die von Yukos kontrolliert werden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft. In der vergangenen Woche hatte die Polizei bei einer ähnlichen Aktion einen Verantwortlichen des Konzerns festgenommen und verhört. Anfang Dezember waren bei einer Durchsuchung drei Juristen des Unternehmens festgenommen worden.
Der staatlich gelenkte russische Gaskonzern Gasprom kündigte unterdessen an, dass die Fusion mit dem staatlichen Ölkonzern Rosneft Ende Januar abgeschlossen sein soll. Die Transaktion befinde sich in ihrer abschließenden Phase, erklärte Gasprom nach einer Sitzung des Verwaltungsrats. Der staatliche Rosneft-Konzern hatte am Mittwoch die wichtigste Yukos-Fördertochter Yuganskneftegas gekauft. Yuganskneftegas war zuvor zwangsversteigert worden, um einen großen Teil der milliardenschweren Steuerschulden von Yukos zu begleichen.
23. Dezember 2004 - 18.42 Uhr
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