Run auf Anwaltskanzleien wegen neuem Anwaltsgebührenrecht ab Juli?

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Wem ein Rechtsstreit ins Haus steht oder wer in nächster Zeit anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen möchte, sollte überlegen, einem Rechtsanwalt bis spätestens 30. Juni dieses Jahres das Mandat zu erteilen. Ab dem 01.07.2004 wird sich nämlich die Vergütung der Rechtsanwälte nicht mehr nach der BRAGO, sondern nach dem neuen Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) richten. Danach werden die Anwaltsgebühren nach zehn Jahren zum 01.07.2004 an die allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst. Im Ergebnis führt das zu einer jährlichen Anpassung von 1,4 % für die Zeit seit 1994, im Durchschnitt sollen die Gebühren der Anwälte nach einer Berechnung des Bundesjustizministeriums also um ca. 14% steigen. Das neue Vergütungsgesetz bringt den Anwälten nicht mehr wie bei früheren Anpassungen eine generelle lineare Erhöhung ihrer Gebühren. Vielmehr sieht das neue Gesetz eine Änderung der Struktur der Anwaltsvergütung vor. Das bedeutet unter anderem, dass Bemühungen zur außergerichtlichen Streitbeilegung besser honoriert werden. Die Strukturreform stärkt die streitschlichtende Tätigkeit im vorgerichtlichen Bereich. Wenn weniger Streitfälle zu Gericht gehen, hat auch der Staat Vorteile. Bereits jetzt werden sowieso ca. 70 % anwaltlicher Tätigkeit außerhalb der Gerichte erbracht.

Tipp: Wer seinen Anwalt bis Ende Juni noch beauftragt, kann nach bisherigem Gebührenrecht bezahlen, auch wenn die Tätigkeit des Anwalts zeitlich weit darüber hinausgeht. Es kann sich also lohnen, Mandate, die höchstwahrscheinlich oder sicher geführt werden müssen, jetzt noch zum Anwalt zu tragen. Da die Mandanten für einen Rechtsrat oder eine Rechtsvertretung häufig tiefer in die Tasche greifen müssen, sollte auch der Wahl des richtigen Anwalts verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Ingo Friedrich
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht
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64832 Babenhausen
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Rechtsanwalt Dr. Ingo Friedrich
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