Ruhe Bitte!

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Wie sie sich wehren

Wenn Ihr Nachbar trotz Aufforderung die Lärmbelästigung nicht abstellt, dann können Sie die Polizei rufen, denn Lärmbelästigung ist eine Ordnungswidrigkeit .
Bei häufiger wesentlicher Belästigung durch Lärm können Sie eine Unterlassungsklage beim Zivilgericht einreichen.

Geht der Lärm von Gewerbebetrieben aus, ist die Stadt-, Kreis- oder Bezirksverwaltung zuständig. Verstoßen Gewerbebetriebe gegen Genehmigungen oder Auflagen (z.B. Lärmschutzauflagen für Gaststätten), muss die Behörde einschreiten. Tut sie das nicht, dann kann die Behörde mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht zum Einschreiten verpflichtet werden.

Noch ein Tipp:

  • Sie müssen auf jeden Fall belegen, dass der Lärm Grenzwerte überschreitet oder aus anderen Gründen unzumutbar ist. Hilfreich kann hier ein Protokoll sein, in dem Sie aufschreiben, an welchem Tag, um welche Uhrzeit man welchen Lärm gehört hat. Eventuell können Sie sich dieses Protokoll von anderen Nachbarn bestätigen lassen.
    Ansonsten gibt es die Möglichkeit einer schalltechnischen Messung durch einen Sachverständigen - die kostet aber rund 500,- Euro.

  • Und nehmen Sie die Ermahnung der Polizei ernst! Ermahnt Sie die von den Nachbarn gerufene Polizei zur Einhaltung der Nachtruhe, und drohen die Beamten an, bei Nichteinhaltung die gute Stereoanlage zu beschlagnahmen, dann ist dies keine leere Drohung. Erscheint die Polizei zum zweiten Mal und hat Ihre Partymusik immer noch nicht Zimmerlautstärke, dann können die Beamten die Stereoanlage wirklich mitnehmen. Rücken Sie diese dann nicht freiwillig raus, können die Beamten Ihnen vorerst mit Gewalt drohen und diese dannach auch anwenden.

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