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Rückertstattung mal anders, Kunde verweigert

10.1.2014 Thema abonnieren
 Von 
Offshore
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Rückertstattung mal anders, Kunde verweigert

Ich habe mal ein umgekehrtes Problem.

Es geht um eine Rückerstattung an einen Kunden.

Erst dauerte es über 2 Monate bis er die Bankdaten gibt und dann verweigert er uns die neue Anschrift bekannt zu geben. Hat aber noch Mietaußenstände von nun bereits 5 Monaten.

Die Rückerstattung wird im Moment zurückgehalten, bis die neue Meldeanschrift von Ihm bekannt gegeben wird.
Da der Kunde seit vielen Monaten einfach weiterhin die Postanschrift nutzt. Es kommt immer wieder Post an und er verlangt, dass man die an seine Exfrau schickt.

Er behauptet er habe sich nun dort bei uns abgemeldet, da es aber in diesem Land nicht möglich ist, so etwas wirklich im Ausland auch nach zu prüfen, auch weiterhin Post für den Kunden ankommt und er somit nachweisslich die Anschrift weiter nutzt.
Es geht um Steuer sparen für Ihn.

Wir möchten daher die neue Meldenachweis vom Kunden, da es keine Abmeldung gibt.
Doch seit nun vielen Monaten warten wir und nach 1-2 Monaten meldet sich der Kunde ab und an und fragt wo endlich sein Geld wäre.

Das Geld ist da bei uns in einem Kuvert und wartet, wir wollen es also nicht behalten.
Wollen uns aber nicht auf den Arm nehmen lassen und unsere Anschrift nutzt er weiter, ohne uns die Miete zu bezahlen.
Da man es hier in diesem Land nicht einfach so stoppen kann, sind uns die Hände gebunden und wir senden Ihm seine Post immer an seine Exfrau.

Doch nun schrieb er erneut wo sein Geld ist und wir schrieben erneut, er kann es sofort haben, wenn er uns endlich seine neue Anschrift mitteilt.
Da wir für Behördennachfragen und um nach zu prüfen ob er wieder lügt, nun diese brauchen, da er offene Mietzahlung hat und bereits mal die Polizei fragte ob uns bekannt wäre wo er ist. Dabei ging es um den Lebensnachweis, den er offenbar versäumt hatte. Auch da hat er für viel unnötig Aufregung und Probleme gesorgt und tat aber so, als sei er an nichts Schuld. Dabei will er offenbar Steuern und Unterhaltszahlung umgehen mit seiner falschen Angabe der Anschrift und des Wohnsitzes. Bei der Anmietung hat er behauptet, er wolle dort leben. Aber dies war gelogen. Er war in den letzten 14 Monaten nur 3x für je 4 Tage im Land. Ansonsten wissen wir nie wo er ist und auch seine Exfrau hilft da nicht weiter, wenn wir anfragten, weil Post kam.

Es geht immerhin im 1400,- Euro Rückerstattung und sollte doch im Interesse des Kunden sein, sein Geld zu bekommen.

Warum also gibt er nicht seine neue Meldeanschrift?
Will aber dann immer sofort sein Geld und ist dann wieder für bis zu 2 Monate still und reagiert auf keine unserer Anfragen.

Nun hat er vor 4 Tagen erneut um die Anweisung gebeten und wir haben erneut gebeten die Meldeanschrift zu geben und es dann sofort anzuweisen.
Doch wie schon zuvor wieder reagiert er erneut nicht. Keine Antwort seit nun wieder 4 Tagen.

Wir nehmen an in ein paar Wochen wird es dann genauso weiter gehen.
Er will seine Rückerstattung und fragt an und danach ist von Ihm wieder Funkstille. Seine Anschrift gibt er uns nicht.

Wie sieht es da nun rechtlich aus? Wie lange müssen wir dieses dumme Spiel nun noch mitmachen?

Wir können die Miete abziehen? und für wie lange? Bis jetzt sind es 5 Monate Rückstand. Den Restbetrag kann man anweisen, aber dann nutzt er weiter die Anschrift unerlaubt und was machen wir dann?

Wir haben doch

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Bachelor
(3783 Beiträge, 2031x hilfreich)

Er schuldet euch für 5 Monate die Miete und ihr wollt ihm 1400 € überweisen?

Muss man nicht verstehen oder?

p.s. Zur Post die noch immer zu euch kommt.
Anstatt Geld für die Nachsendung an die Exfrau auszugeben, kauft euch einen Stempel "Empfänger unbekannt verzogen" für 1,95 € und werft sie danach wieder in den nächsten Briefkasten.

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#2
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(16848 Beiträge, 11552x hilfreich)

Wieso rechnet ihr Mietschulden und Rückerstattung nicht gegeneinander auf? So etwas darf man durchaus machen. Ihm dann einfach diese Aufrechnung zusenden. Der Kunde freut sich, dass er weniger Schulden hat... Hinsichtlich der Post würde ich auch so vorgehen, wie spatenklopper sagt.

quote:
Warum also gibt er nicht seine neue Meldeanschrift?

Weil er die Schulden nicht bezahlen will vermutlich.

Bleibt wegen der Mietschulden denn etwas übrig, was ihr ihm bezahlen müsstet oder hätte er dann weitere Schulden? Besteht der Mietvertrag noch, so dass die Erstattung irgendwann aufgezehrt ist?

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#3
 Von 
Offshore
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, es bleibt ein Rest der sich für Ihn mit Sicherheit lohnt. Die Mietkosten sind nicht so extrem hoch.

Insoweit ist ja eben sein Verhalten nicht erklärbar.

Auch heute wieder keine Nachricht von Ihm auf unser letztes Schreiben.


Zu dem "klugen" Tip, des anderen Users, Danke lieb gemeint. Dies war aber weder hier die Frage noch haben wir vor unsere Kunden oder ehemalige Kunden ans Messer zu liefern indem wir Post einfach zurückgehen lassen.
Unsere Frage war also eine vollkommen andere Thematik.

Das man Post an Absender zurückschicken kann, ist wohl jedem Menschen klar und uns auch.

Die Frage war, wie lange müssen wir dieses Spiel mitmachen? Wenn er uns seine Meldeanschrift nicht nennt. Muss er das überhaupt?

Der Mensch ist über Mitte 70ig aber nicht senil, nehmen wir zumindest an. Bisher erschien er uns bei guter geistiger Gesundheit.

Immerhin schafft er es ja, zu versuchen auf die Weise erhebliche Steuern zu sparen. Nur leider scheint er nicht in der Lage sich um alles andere ordentlich zu kümmern, sondern meldet sich alle paar Monate mal und will dann sein Geld, aber geht auf unsere Mails an Ihn dann nicht ein.















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#4
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 445x hilfreich)

Warum sollte der Mieter seine Meldeanschrift offenbaren, wenn es dafür keinen nachvollziehbaren Grund gibt? Momentan sehe ich eher ein Problem für Euch - es könnte eine Verzinsung verlangt werden. Oder es kommt der Vorwurf der Unterschlagung, wenn die Herausgabe ohne berechtigten Grund verweigert wird.
Daher wäre es besser die Bankverbindung nicht zu haben, damit man für einen Verrechnungsscheck die Adressangabe begründen könnte.

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#5
 Von 
casso
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Pragmaticus ?? Ohne berechtigten Grund?

Wenn ein Mieter Mietschulden hat, dieser "nebenbei" den Staat be*******n will, etwas im Ausland anmietet und da nicht mal die Miete zahlt. Aber meint auf die Art Steuern sparen zu können.

Will ich doch mal sehen, wer hier wen verklagt.

Klar hat jeder Vermieter ein Anrecht auf die neue Anschrift eines Mieters um evtl. seine offenen Ansprüche geltend zu machen.

In Verzug? Wo?

Offenbar hat der Mieter soweit ich es las die Bankdaten erst nach Monaten heraus gegeben.
Reagiert auf keine Fragen und kümmert sich auch sonst um nichts.
Außer ab und an mal so zu tun, also wolle er sein Geld.

Wenn ich mir das so ansehe, vermute ich eher, der wartet bis er seine neue Steuererklärung für 2013 dann auch wieder fertig hat. Denn darum scheint es hier zu gehen.

Danach wird er wohl erst so richtig frech.

Ich würde so einen Typen ans Messer liefern und anzeigen, wegen Steuerhinterziehung und meine Kosten und außstehende Miete samt den Verzugszinsen und unnötigen Arbeitsaufwand abziehen und den Rest ( wenn einer da ist) dem Typ überweisen)


Solche Typen sind doch zum........ erst wollen die Steuern hinterziehen und dann noch nen roten Teppich verlangen oder auf Rechte pochen?

Bei mir könnte der sich warm anziehen.

Wird dem Vermieter die neue Adresse nicht mitgeteilt, so kann er dies über das Einwohnermeldeamt ermitteln lassen.

Hier sehe ich nur das Problem, dass ein Vermieter aus dem Ausland ist und es daher für Ihn etwas schwerer wird, umgekehrt ist es aber genauso. Wie will der Mieter denn seine Ansprüche geltend machen?

Immerhin macht sich hier sogar ein Vermieter die Mühe anzufragen, wie er verfahren soll. Spricht doch für Ihn.

So wie ich es sehe, hat man vor dem Mieter sein Geld zu geben. Aber der Mieter ist zu blöde das zu erkennen.








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-- Editiert casso am 11.01.2014 20:38

-- Editiert casso am 11.01.2014 20:40

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#6
 Von 
casso
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Lol "Verrechnungsscheck" wie soll der den aus dem Ausland kommen und wie soll er verrechnet werden?

Aber da kommt mir eine Idee, wen ein Konto in Deutschland existiert hat der eine Deutsche Anschrift oder nicht? und wenn der Kunde da aber auch eine falsche Anschrift hinterlegt hat, was macht man dann?
Dann hat der sich strafbar gemacht oder nicht?

Ich würde mich vor allem eines fragen, wo ist eigentlich das Problem, wenn ich mein Geld haben will, dann auch meine Anschrift zu geben? Da hat also ein Mieter offenbar etwas zu verbergen.






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#7
 Von 
quiddje
Status:
Student
(2798 Beiträge, 1499x hilfreich)

Die Lösung deines Problems findet sich im BGB, §§372ff. Stichwort ist "Hinterlegung".
Erkläre die Aufrechnung mit den Mietschulden und hinterlege den Rest bei Gericht. Dann informierst du den Schuldner und der kann sich das das abholen oder nicht.
Mit der Hinterlegung fallen auch kein Zinsen mehr an.

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#8
 Von 
Offshore
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

quiddje,

das klingt nicht schlecht.

Hast Du dabei bedacht, dass wir im Ausland sind? Also die Frage ist dann, welches Gericht?

Da wir keine Anschrift haben, er zwar Deutscher ist kann er jedoch dennoch überall nun sein.

Wie kann man aus dem Ausland eine Einzahlung bei einem Deutschen Gericht machen?

Wir hatten schon überlegt die bisherige offene Miete abzuziehen, soweit ist das ja auch ok. Doch wie sieht es aus, wenn der Herr weiterhin die Anschrift nutzt und wir
nicht seine Anschrift haben.

Dann enstehen uns kosten und auch ein Vermerk "unbekannt verzogen" verursacht einen nicht geringen Arbeitsaufwand. Da man hier bei der Post gute 40 Min in einer Schlange steht. Wenn dann alle Nase lang Post kommt über weitere Wochen oder Monate, sind wir es die eine Forderung haben.

Also erneut die Frage.

Wie lange muss man sich so etwas bieten lassen?

Wenn sich ein Kunde nicht im geringsten um eine Rückzahlung bemüht, gegen Verträge verstößt und verweigert zu sagen wo er nun gemeldet ist.

Inzwischen haben wir den Eindruck, der Typ hat einen Knall. Um so mehr möchten wir die Sache abschließen.
Den noch immer haben wir keines Antwort auf unsere letzte Mail. Genauso wie schon die ganzen Monate zuvor, macht er weiter so. Es nervt sehr und wir müssen nicht die offene Kosten und Miete schenken und er nutzt weiter einfach die Anschrift und wir können nicht alles da kontrollieren. Es ist ja nur aufgefallen durch die Post, wenn er ein neues Postfach macht, merken wir gar nichts. Außer wir zeigen Ihn bei den Behörden doch noch an, wegen Missbrauch einer Wohnsitz. Aber dies möchten wir nicht gerne.



Die neue Idee nun, die gesamte offene Miete und den Aufwand den er verursacht hat nun abziehen ist ja logisch, und dann? einen Rückebehalt für 1-2 Monate?
Für die weitere Nutzung der Mietsache und vor allem sein verursachen von einem Arbeitsaufwand, und die Restbetrag per Western Union anweisen und per Mail die Nummer senden.


Da wir nicht zu einem deutschen Gericht aus dem Ausland einfach Geld anweisen können. Oder geht sowas?






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#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Bachelor
(3783 Beiträge, 2031x hilfreich)

Also jetzt nochmal kurz.

1. Verrechnet eure Forderungen mit seinem Guthaben
2. Ihr habt keinen Anspruch auf seine neue Adresse, daher
3. Überweist Ihm das restliche Guthaben, Bankverbindung habt ihr ja.
4. nichts "vorsorglich" zurückhalten, dazu habt ihr kein Recht
5.

quote:
Restbetrag per Western Union anweisen
, also bitte.... Da könnt ihr es genauso gut per Brieftaube verschicken.

6. Post..... Möglichkeit 1: Namen vom Briefkasten entfernen, Möglichkeit 2: Nachricht am Briefkasten anbringen "keine Post für Herr XYZ, unbekannt verzogen",
Möglichkeit 3: Briefkasten abnehmen oder versiegeln,
Möglichkeit 4: Kombination aus 1-3,.....


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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Weiser
(16848 Beiträge, 11552x hilfreich)

quote:
Da wir nicht zu einem deutschen Gericht aus dem Ausland einfach Geld anweisen können. Oder geht sowas?

Unabhängig von den übrigen Lösungsvorschlägen würde ich das noch gerne beantworten: Ja, die letzte bekannte deutsche Meldeadresse kann man da sicherlich auch verwenden. Das dort zuständige Amtsgericht entsprechend anschreiben, auf den unbekannten Aufenthaltsort hinweisen und dass man Geld entsprechend hinterlegen möchte.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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