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Roma-Mädchen in Tschechien Monate nach Brandanschlag wieder zu Hause

AFP VOM 2.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 2163 Aufrufe
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Brandanschlag

Zweijährige wurde gut sieben Monate wegen Verbrennungen behandelt

Ein bei einem Brandanschlag von Neonazis lebensgefährlich verletztes Roma-Mädchen in Tschechien ist nach gut sieben Monaten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die zweijährige Natalka Sivakova müsse sich allerdings zwei Mal wöchentlich im Krankenhaus ihre Verbände wechseln lassen, teilte das behandelnde Krankenhaus im osttschechischen Ostrava am Mittwoch mit. Am 19. April hatten Neonazis drei Molotow-Cocktails in das Haus von Natalkas Eltern in Vitkow geworfen, während die Familie schlief. Natalka erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers. "Kein anderes Kind ihres Alters mit solch schweren Verletzungen hat in diesem Land jemals überlebt", sagte der behandelnde Arzt Michal Kadlcik.

Natalkas Mutter Anna Sivakova zeigte sich überglücklich, dass sie ihre Tochter nach der monatelangen Behandlung mit nach Hause nehmen durfte. Sie könne den Ärzten gar nicht genug danken. "Ich würde sie am liebsten alle umarmen." Natalka hatte im Krankenhaus eine schwere Zeit durchgemacht. Sie musste sich Haut-Transplantationen unterziehen und litt drei Mal unter einer Sepsis.

Natalkas Eltern kauften nach dem Anschlag mit dem Geld aus einer Spendensammlung ein neues Haus. Im August wurden vier Rechtsextreme festgenommen und wegen versuchten Mordes an Familie Sivakova angeklagt. Der Anschlag hatte Tschechien tief bewegt. Die Regierung kündigte daraufhin an, den Kampf gegen den Extremismus zu verstärken.

2. Dezember 2009 - 20.14 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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