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Richterin: Berlusconi wollte Sex-Affäre vertuschen

Richterin: Berlusconi wollte Sex-Affäre vertuschen

AFP VOM 17.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1568 Aufrufe
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Italiens Regierungschef ließ Callgirl aus Polizeigewahrsam holen

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nach Überzeugung einer Mailänder Richterin die Sex-Affäre um das damals minderjährige Callgirl Karima El Mahroug alias Ruby zu vertuschen versucht. In Missbrauch seines Amts habe Berlusconi daher die Freilassung der Marokkanerin erwirkt, die wegen mutmaßlichen Diebstahls in Polizeigewahrsam war, begründete die Richterin Cristina Di Censo laut Presseberichten vom Donnerstag ihre Entscheidung zu einem beschleunigten Gerichtsverfahren gegen den Regierungschef.

Berlusconi habe "eindeutig zum Ziel gehabt, das Vergehen des bezahlten Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen zu vertuschen und wollte sich seine Straffreiheit sichern, die durch die junge und unerfahrene Karima El Mahroug in Gefahr hätte gebracht werden können", schrieb Di Censo den Berichten zufolge.

Der erste Prozesstag gegen den italienischen Regierungschef ist für den 6. April vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, bei ausschweifenden Partys zwischen Februar und Mai 2010 die damals minderjährige Ruby für Sex bezahlt zu haben. Berlusconi soll zudem sein Amt missbraucht haben, um Rubys Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlverdachts in Polizeigewahrsam war. Der Regierungschef weist die Vorwürfe zurück.

17.02.2011 - 14:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010



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