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Ribéry dürfte bei Verfahren wegen Sex-Affäre nicht zur WM

AFP VOM 30.4.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 158 Aufrufe
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Ribéry

Paris: "Trikot der Nationalmannschaft ist heilig"

Im Sexskandal um Spieler der französischen Nationalmannschaft müsste Bayern-Star Franck Ribéry bei einem formellen Ermittlungsverfahren auf die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft verzichten. "Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig", sagte Sportstaatssekretärin Rama Yade im Fernsehsender Canal plus. Sollte gegen Ribéry ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, dürfe er es nicht tragen. Die Tageszeitung "Libération" berichtet, die Ermittler wollten deshalb mit weiteren Schritten bis nach dem Turnier in Südafrika warten.

Ribéry hatte laut Pariser Staatsanwaltschaft zugegeben, Kontakt zu einer Prostituierten gehabt zu haben. Er versicherte demnach aber, nicht gewusst zu haben, dass sie seinerzeit minderjährig war. Die Frage, ob Ribéry über das Alter der Prostituierten informiert war, ist nun entscheidend für die Einleitung eines Strafverfahrens. Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das französische Recht Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und Geldstrafen von bis zu 45.000 Euro vor.

Die heute 18-jährige Zahia Dehar bekräftigte in einem Interview mit der französischen Illustrierten "Paris Match", weder Ribéry noch andere französische Fußballer unter ihren Kunden hätten gewusst, dass sie minderjährig gewesen sei. Am 7. April 2009 flog sie demnach nach München, um Ribéry zu treffen. "Das war zu seinem Geburtstag, als er 26 wurde." Ribéry habe dafür ein Zimmer in einem Luxushotel reserviert. "Wir haben Sex gehabt, und er hat mich bezahlt." Wie alt sie gewesen sei, habe er nicht gewusst.

Neben Ribéry soll auch Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema mit der jungen Frau Sex gehabt haben, als sie noch minderjährig gewesen ist. Die Zeitung "Libération" zitierte einen leitenden Ermittler mit der Angabe, Benzema solle erst nach der WM vom 11. Juni bis 11. Juli vernommen werden. "Vor der Weltmeisterschaft bewegen wir uns nicht mehr", sagte er laut dem Blatt. "Es ist nicht sehr nützlich, zu schnell vorzugehen. Die Folgen könnten zu schwerwiegend sein." Laut "Libération" wollen die Ermittler auch bei Ribéry nicht das Risiko eingehen, ihn der WM-Teilnahme zu berauben.

30. April 2010 - 12.21 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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