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Die Ministerien der Justiz in Rheinland-Pfalz und Saarland teilen in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 7.2.2002 mit:

Rheinland-pfälzischer Justizminister von saarländischer Kollegin tätlich angegriffen!

7.2.2002 | Unterhaltung - Alles was Recht ist | 12588 Aufrufe
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Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin ist heute in Mainz von seiner Kollegin Ingeborg Spoerhase-Eisel tätlich angegriffen worden.

Unbestätigten Angaben zu Folge ist die saarländische Justizministerin mit ihrem Gefolge zu einer offiziellen Besprechung über die Reform der Juristenausbildung von Saarbrücken an den Rhein gereist.

Unmittelbar nach ihrem Eintreffen sei sie mit einer scharfen Schere auf ihren wehrlosen Amtskollegen losgegangen, war aus gewöhnlich gut unterrichteten Justizkreisen zu erfahren. Dank seiner Geistesgegenwart habe der Minister der Attacke mit knapper Not ausweichen können. Nur dadurch sei er unverletzt geblieben. Allerdings habe er einen Großteil seiner Krawatte eingebüßt. Diese wurde bis auf einen kläglichen Rest abgeschnitten. "Ein empfindlicher Verlust", soll Mertin gleich nach der Tat bedauernd geseufzt haben. Schließlich habe er erst im letzten Jahr bei einem Besuch in Saarbrücken eine ebenso einschneidende Erfahrung machen müssen.

Die saarländische Justizministerin Spoerhase-Eisel habe sich demgegenüber sehr zufrieden über das Ergebnis der Aktion gezeigt. Sie erwäge eine saarländische Bundesratsinitiative zur Einführung eines Modellprojektes "rheinische Altweibermanier", war aus ihrem Umfeld zu hören. Unterstützung erhoffe sie sich von der rheinland-pfälzischen Staatssekretärin Dr. Stefanie Weber-Lejeune. Immerhin habe diese ebenso beherzt wie spontan flugs die Schere übernommen, um ihrem Amtskollegen Wolfgang Schild die Krawatte zu kürzen.

Sprecher beider Ministerien wiesen inzwischen Gerüchte zurück, wonach in Mainz eine Straftat mit politischem Hintergrund verübt worden sei. Es könne ausgeschlossen werden, dass das Saarbrücker Ministerium eine feindliche Übernahme des rheinland-pfälzischen Justizressorts versucht habe. Die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Saarländern und (Rheinland-)Pfälzern würden schließlich weltweit in Büttenreden gerühmt.

Andrea Keller, Christian Seel, Pressereferenten

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