Renovierung – Was vom Mieter verlangt werden darf

Mehr zum Thema:

Mietrecht, Pachtrecht Rubrik, Mietrecht, Renovierung, Schönheitsreparaturen, Mietvertrag

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Klauseln im Mietvertrag

Laut Mieterbund können außerdem so genannte Abtretungsklauseln festgeschrieben werden. Damit werde bestimmt, dass der Mieter bei Auszug anteilige Renovierungskosten tragen muss. Dies gelte auch dann, wenn die im Fristenplan vorgesehenen Zeiten noch nicht abgelaufen sind. Liegen die Schönheitsreparaturen länger als ein Jahr zurück, zahle der Mieter 20 Prozent der Renovierungskosten. Liegen sie länger als zwei Jahre zurück, müsse der Mieter 40 Prozent der Kosten tragen.

Zudem sollten sich Vermieter hüten, die so genannte Endrenovierungsklausel in den Vertrag aufzunehmen. Diese Klausel verpflichtet den Mieter beim Auszug zu renovieren, berücksichtigt aber die Dauer des Mietverhältnisses nicht und läuft damit den Fristenplänen der Rechtsprechung zuwider. „Eine solche Klausel hat vor Gericht keinen Bestand“, so Tesche.
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 14. Mai vergangenen Jahres ( Az VIII ZR 308/02) riskieren die Vermieter mit einer solchen Klausel außerdem die Unwirksamkeit aller anderen Regelungen zur Renovierung. Die Vermieter seien in diesem Zusammenhang vor einem „Verschlimmbessern“ des Regelwerks zu warnen, betont Tesche.

1234
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Renovierung – Was vom Mieter verlangt werden darf
Seite  2:  Was genau ist unter Schönheitsreparaturen zu verstehen?
Seite  3:  Klauseln im Mietvertrag
Seite  4:  Was kann der Vermieter tun?
Diskutieren Sie diesen Artikel