Renovierung – Was vom Mieter verlangt werden darf

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Was genau ist unter Schönheitsreparaturen zu verstehen?

„Bei Schönheitsreparaturen handelt es sich im Wesentlichen um eine malermäßige Renovierung“, erläutert Rechtsanwalt Christian Tesche aus Hannover den Begriff. „Davon umfasst ist das Anstreichen und Tapezieren von Wänden und Decken, sowie das Streichen von Türen, Fenstern und Heizkörpern.“
Vermieter könnten allerdings nicht vom Mieter verlangen, Teppiche zu reinigen oder Parkett abzuschleifen, sofern sie lediglich im üblichen Maße abgenutzt seien, schränkt Melanie Bannasch-Brückner, Rechtsanwältin mit Interessenschwerpunkt Mietrecht, die Pflichten des Mieters ein. Dagegen müsse eine übermäßige Abnutzung von Bodenbelägen durch Rotweinflecke oder Brandlöcher behoben werden.

Mieter seien verpflichtet, die Schönheitsreparaturen „in mittlerer Art und Güte“ zu erledigen. „Selber machen ist erlaubt, Stümperarbeiten reichen aber nicht aus“, so Ropertz. Der Mieter dürfe nicht verpflichtet werden, eine Fachkraft zu bestellen. „Eine solche Klausel wäre unwirksam“, ergänzt Mietrechtexperte Tesche.
Bannasch-Brückner zufolge sind auch solche Klauseln nichtig, nach denen Schönheitsreparaturen alle zwei Jahre vorzunehmen sind. Die Rechtsprechung habe gewisse übliche Fristpläne aufgestellt. Danach müssten die so genannten Feuchträume wie Küche und Bad alle drei Jahre gestrichen werden. Nach fünf Jahren sollten die Wohn- und Schlafräume sowie der Flur renoviert werden. Alle sieben Jahre müssten andere Nebenräume wie die Abstellkammer verschönert werden. Das Streichen von Türen, Fenstern und Heizkörpern sei üblicherweise nach sechs Jahren erforderlich, beschreibt die Juristin die Rechtsprechung.

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Seite  1:  Renovierung – Was vom Mieter verlangt werden darf
Seite  2:  Was genau ist unter Schönheitsreparaturen zu verstehen?
Seite  3:  Klauseln im Mietvertrag
Seite  4:  Was kann der Vermieter tun?