Bei den regierungskritischen Protesten vor gut einer Woche sind im Iran nach Regierungsangaben auch mehrere Ausländer festgenommen worden. "Einige der Häftlinge sind in Propaganda und psychologische Kriegsführung verwickelte Ausländer", sagte der iranische Geheimdienstminister Heidar Moslehi am Montag im staatlichen Fernsehen. Die Betroffenen seien nur zwei Tage vor den Protesten am 27. Dezember eingereist. Ihre Fotoapparate und sonstige Ausrüstung seien beschlagnahmt worden.
Bei den Demonstrationen waren nach offiziellen Angaben acht Menschen ums Leben gekommen, die Polizei nahm nach eigenen Angaben allein in Teheran etwa 500 Demonstranten fest. Nicht mitgezählt wurden dabei Festnahmen durch andere Sicherheitskräfte wie die Bassidsch-Miliz oder Geheimdienstmitarbeiter. Nach Angaben der Opposition wurden überdies in anderen Landesteilen hunderte Regierungskritiker festgenommen.
Am 27. Dezember war unter anderem ein syrischer Journalist eines Fernsehsenders aus Dubai festgenommen worden, er sitzt immer noch im Teheraner Ewin-Gefängnis in Haft. Die regierungsnahe Website Radschanews berichtete, auch ein Brite sei inhaftiert worden. Die iranische Führung hatte wiederholt dem westlichen Ausland, insbesondere den USA, Israel und Großbritannien, vorgeworfen, zu den regierungskritischen Protesten angestiftet zu haben.
4. Januar 2010 - 14.07 Uhr
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