Regierung: Bislang 1,8 Milliarden Euro für Zwangsarbeiter
21.1.2003 | Nachrichten - Aktuelles | 2481 Aufrufe Mehr zum Thema:Stiftung, Stiftungsinitiative, Zwangsarbeit, Zwangsarbeiter
Entschädigungen für Opfer Nazi-Deutschlands aus Wirtschaftsfond
Ehemalige Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime wurden bis zum 16. Oktober mit rund 1,8 Milliarden Euro entschädigt. Die Zahlungen der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" gingen dabei an 1.035.110 Opfer der Nationalsozialisten, wie die Bundesregierung diese Woche mitteilte.
Bis Ende September 2002 seien 546 Millionen Euro über die "Conference on Jewish Material Claims against Germany" (JCC) an 107.559 Antragsteller geflossen. 492 Millionen Euro gingen an 351.535 Betroffene in Polen, in der Ukraine seien 327 Millionen an 274.743 Leistungsberechtigte ausgezahlt worden. Weitere Entschädigungen gingen an tschechische Antragsteller sowie aus Weißrussland, Russland, Estland, Lettland und Litauen.
Mit der Stiftung und einem entsprechenden Stiftungsgesetz hatten die Bundesregierung, der Deutsche Bundestag und die deutsche Wirtschaft sich ihrer Verantwortung für ehemalige Zwangsarbeiter Nazi-Deutschlands bekannt. Durch den von der Wirtschaft eingerichteten Fonds werden seit Ende Juni 2001 Auszahlungen an ehemalige und heute noch lebende Zwangsarbeiter der Nationalsozialisten geleistet.


