Rechtsstreitigkeiten: Gut gerüstet mit einer Rechtsschutzversicherung

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Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt im Streitfall die Kosten für den Kunden.

Eine Meinungsverschiedenheit kann schneller auftreten, als einem lieb ist - und zwar in jedem Lebensbereich. Sei es beispielsweise, dass es Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten gibt oder Streitigkeiten mit Mitarbeitern einer Behörde: Wo Menschen aufeinandertreffen, besteht grundsätzlich immer die Gefahr, dass Unstimmigkeiten auftreten.

Im schlimmsten Fall landet die Angelegenheit vor Gericht. Und dies kann für die beteiligten Parteien sehr teuer werden! Neben den Kosten für die Verhandlung will auch der eigene Rechtsbeistand bezahlt werden. Eventuell verfahrensrelevante Gutachter, Sachverständige und/oder Zeugen verursachen ebenfalls hohe Ausgaben in Form von Honoraren oder Zeugengeldern.

Arne Schinkel
Von Arne Schinkel
Mitgründer von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de. Schreibt über das Recht aus ungewohnter Perspektive: seiner. Beachtet die Symptome und bekämpft die Ursachen. Weniger Paragrafen, mehr Eigenverantwortung. "Was jeder einzelne tun kann? Sehr viel: Verantwortung übernehmen. Und im Fall von Unrecht entscheiden: Da mache ich nicht mit!"

Folglich können Rechtsstreitigkeiten diverse Kosten verursachen, über die man beim Einreichen einer Klage - oder auch, wenn man selbst verklagt wird - mitunter noch gar nicht im Bilde ist. Um im Fall der Fälle die hohe finanzielle Belastung eins Rechtsstreits nicht komplett aus eigener Tasche bewältigen zu müssen, ist es sinnvoll, über eine Rechtsschutzversicherung zu verfügen. Der Versicherungsanbieter übernimmt hierbei für den Versicherungskunden die oben genannten Kosten im Zusammenhang mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Rechtsschutzversicherung mit verschiedenen Bausteinen wählbar

Wer eine Rechtsschutzversicherung abschließt, kann sich üblicherweise zwischen mehreren Leistungsbausteinen entscheiden, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Bausteinen gewählt werden können. Mögliche Leistungsarten sind unter anderem Privatrechtsschutz, Berufsrechtsschutz und Mietrechtsschutz.

Zu den wichtigsten Arten des Rechtsschutzes gehört auch der Verkehrsrechtsschutz, wie eine Marktanalyse des in München ansässigen Online Vergleichsportals CHECK24 zeigt: Bei insgesamt 74,34 Prozent aller Anfragen, die im Auswertungszeitraum von Januar 2011 bis Juli 2012 über den Rechtsschutz Vergleichsrechner getätigt wurden, wurde der Verkehrsrechtsschutz als ein gewünschter Baustein der Rechtsschutzversicherung angegeben. Beispielsweise wurde die Kombination Privat-/Berufs-/Verkehrsrechtsschutz bei 29,09 Prozent der angeforderten Angebote gewählt sowie die Verbindung der Rechtsschutzbausteine Privat/Beruf/Verkehr/Wohnen bei 26,86 Prozent der Anfragen. Bei 2,41 Prozent der Angebotswünsche fokussierte sich das Interesse einzig auf den Baustein Verkehrsrechtsschutz.

Die wichtigsten Leistungen des Verkehrsrechtsschutzes

Der Verkehrsrechtsschutz gewährt unter anderem finanzielle und juristische Unterstützung bei Verfahren, die in irgendeinem Zusammenhang mit der Straßenverkehrsordnung stehen beziehungsweise mit Verstößen gegen diese zu tun haben.

Dabei ist es unerheblich, ob jemand hauptsächlich mit dem Auto, dem Fahrrad, dem öffentlichen Nahverkehr oder auch zu Fuß am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt: In einen Rechtsstreit rund um das Verkehrsrecht ist man schnell verwickelt. Oft reicht es schon, nur eine Sekunde unaufmerksam zu sein und schon hat man zum Beispiel eine rote Ampel übersehen oder ist mit einem anderen Verkehrsteilnehmer unglücklich kollidiert.

Viele Verkehrsrechtsschutzversicherungen gehen im Übrigen über die Unterstützung bei Verfahren in Folge von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung hinaus. Häufig greift der Versicherungsschutz auch bei anderen gerichtlichen Auseinandersetzungen, die nur im weitesten Sinn mit dem Thema Verkehr zusammenhängen. Ein Beispiel hierfür wäre eine Meinungsverschiedenheit mit einem Händler bezüglich des Kaufvertrags eines neuen Autos.

Weitere interessante Aspekte des Leistungsspektrums

Der Versicherungsschutz gilt ferner für gerichtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit jedem zugelassenen Fahrzeug des Versicherungsnehmers. Bei manchen Tarifen ist es außerdem möglich, den Geltungsbereich der Rechtsschutzleistungen auf alle berechtigten Fahrer eines Fahrzeuges sowie weitere Insassen auszuweiten.

Gerade für Autofahrer empfiehlt sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung inklusive Verkehrsrechtsschutz vor allem deshalb, weil KFZ-Haftpflichtversicherungen und Kaskoversicherungen bei Rechtsstreitigkeiten mit anderen Verkehrsteilnehmern üblicherweise nicht für die Prozesskosten aufkommen. Weitere ausführliche Informationen rund um den Verkehrsrechtsschutz finden Sie auf CHECK24 .

Quelle: Karla Roosz, Check24

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