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Rechte am Kind der Lebensgefährtin

27.1.2003 Thema abonnieren Zum Thema: Kind Rechte
 Von 
mr.benji
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechte am Kind der Lebensgefährtin

Folgende Situation: Ich lebe mit meinem Lebensgefährten seit über fünf Jahren in eheähnlicher Gemeinschaft. In diese Beziehung habe ich einen jetzt 8 Jahre alten Sohn mitgebracht. Wir machen uns nun Sorgen, falls mir aus irgendwelchen Gründen einmal etwas zustoßen sollte, was passiert mit (unserem )Kind. Sein leiblicher Vater kümmert sich nicht um Ihn, und zahlt auch keinen oder wenn nur selten spärlichen Unterhalt. Wir möchten aber vermeiden das mein Lebensgefährte unterhaltspflichtig wird.
Was können wir tun damit mein Partner, falls ich mal im Krankenhaus etc. sein sollte, oder mir tatsächlich etwas zustößt, meinen Sohn der für ihn wie sein eigen ist behalten kann?

Viele Grüße Katrin

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Kind Rechte


17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2431 Beiträge, 199x hilfreich)

Ich bin der Meinung, dass Ihr nach 5 Jahren durchaus mal Nägel mit Köpfen machen könntet.
In diesem Falle wäre eine Unterhaltspflicht Deines Lebensgefährten auch gleichzeitig eine Chance ein Sorgerecht zu erhalten, oder streubt sich der leibliche Vater des Kindes?
Und wenn, besteht doch auch da bestimmt eine Chance, zum Wohle des Kindes, eine Regelung zu finden - sprich dem nicht seiner Pflichten nachkommenden, leiblichen Vater, seiner "Last" zu entledigen?!

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#2
 Von 
JumpelW
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Katrin,

die erste Frage die geklärt werden muß, habt ihr beide das gemeinsame Sorgerecht oder hast Du das alleinige Sorgerecht. Im letzteren Fall reicht eine schriftliche Niederlegung Deines Wunsches beim Jugendamt und beim Vormundschaftsgericht, zu wem Dein Kind soll wenn dir etwas passiert. Wenn Du mal ins Krankenhausn muß kannst Du durch das Dir zugeordnete Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen wo dein Kind für diesen Zeitraum bleibt.

Gruß Normen

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#3
 Von 
mr.benji
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank euch beiden,
1. Ja ich habe das alleinige Sorgerecht,2. der leibliche Vater meines Sohnes würde sich nicht sträuben, die Verantwortung für seinen Sohn abzugeben, aber da er mir bei der Trennung eine komplett Konkurse Firma und einen riesen Batzen Miese hinterlassen hat( Ér hat alle Konten geplündert) sehen wir nun auch nicht ein ihn selbst auch noch aus dem letzten bischen Verantwortung rauszulassen, da er er schon ansonsten alles auf uns abgewälzt hat. Und sollange er wenigstest noch ab und zu zahlt wollen wir es eben auch gern dabei belassen, da ich schon seine Schulden übernehmen durfte.Mein Sohn bekommt davon ehe nichts mit da er seinen Vater schon lange nicht mehr gesehen hat.

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#4
 Von 
Pauline2002
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 4x hilfreich)

Kurze Frage: Wieso möchtest Du, dass Dein Lebensgefährte sorgeberechtigt wird, aber Unterhalt soll er nicht zahlen??? Ist das nicht ein Widerspruch?

Liebe Grüße
Pauline

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#5
 Von 
guest123-16
Status:
Schüler
(353 Beiträge, 29x hilfreich)

> ...Dein Lebensgefährte sorgeberechtigt wird, aber Unterhalt soll er nicht zahlen??? Ist das nicht ein Widerspruch?

Und ob das einen Widerspruch darstellt !

Was hat den die konkurse
Firma mit dem Kind zu tun ?
Manche Exen können eben den Hals
nicht voll kriegen ! Insbesondere
diejenigen, die vor der Kindschafts-
reform 7/1998 AUTOMATISCH das alleinige
Sorgerecht bekommen haben ohne
dass der Kindesvater jemals eine Chance
auf elterliche Sorge bekam
reissen heute ihre Mäuler am weitesten
auf.

Würg ...



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#6
 Von 
Merline
Status:
Student
(2415 Beiträge, 155x hilfreich)

Da Du ja das alleinige Sorgerecht hast, reicht es, beim JA Deine Wünsche schriftlich niederzulegen.
Andererseits denke ich, ist es nicht unbedingt fair, dem Vater alle Rechte abzusprechen, und nur die Pflichten (Unterhalt) aufs Auge zu drücken.
Wenn Dein Lebensgefährte so super mit dem Kind klar kommt, und der Vater sich nicht gegen Abgabe von Verantwortung sträuben würde.......was spricht da in diesem Falle gegen eine Adoption?

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#7
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7171 Beiträge, 850x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#8
 Von 
Ursus
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo,

vielen Vätern wird einfach die Möglichkeit genommen, sei es dass die Kinder ein "Feindbild" Vater projektiert wird, oder einfach psychisch so bearbeitet, dass das Kind keinen Kontakt mehr wünscht. Das Kind wird als "biologische" Waffe benutzt !

Ist das nicht der Fall wird sich der Vater auch zukünftig kaum um das Kind kümmern wollen, auch wenn ein länger Krankenhausaufenthalt dies erfordern könnte. Also warum diesbezüglich Energie verschwenden ?
Es sein denn, man will dem Vater noch nachträglich die letzte Möglichkeit nehmen wollen, jemals wieder väterlichen Kontakt aufkommen zu lassen. Das würde auch dafür sprechen, wenn der Versuch, einen Adoption anzustreben, bisher bewußt ausser Acht gelassen wurde.
Aber Vorsicht liebe Mütter... der Schuß könnte irgendwann mal nach hinten losgehen, sollte sich Sohnemann mal doch für seinen leiblichen Vater Interesse zeigen !

Ansonsten würde ich den Vorschlag nachgehen, die Regelung über das JA zu tun. Als Mutter hat man da schon mal 80% Heimvorteil.

Gruß
Ursus

-----------------
"Wähle von 2 schlechten Möglichkeiten die Bessere"

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#9
 Von 
Pauline2002
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 4x hilfreich)

Noch einen Nachtrag: Leiblicher Vater ist und bleibt der vater. Mein Stiefvater wollte mich auch adoptieren und meine Mutter wollte das damals nicht. Und ich bin heilfroh. Man bleibt immer Kind seines Vaters. Und ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, warum das letzte Band durchschneiden. Gruß Pauline

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#10
 Von 
Merline
Status:
Student
(2415 Beiträge, 155x hilfreich)

@Pauline

Ich gebe Dir vollkommen Recht.
Aber wenn, wie in diesem Fall, die Mutter im Prinzip dem Vater alle Rechte absprechen will, dann bitte mit allen Konsequenzen....sprich: Verzicht auf Unterhalt. Da sie das rechtlich nicht darf....bliebe nur der Weg der Adoption.
Unser Land geht doch unter, vor den Menschen, die immer nur schön die Hand aufhalten, und das beste für sich raussuchen.

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#11
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5542 Beiträge, 340x hilfreich)

Hallöchen,
also, wenn eine Mutter auf den KU verzichtet will, weil sie z. B. einen Partner hat, der sehr wohl auch für diesen Unterhalt aufkommen kann, wenn er es will, kann sie das durch aus machen.
Also, ich habe nix dagegen, wenn ein Vater der eh nicht da ist für seine Kinder und das in absehbarer Zeit auch nicht vor hat, zu Entvatern.
Ich meine Barfuss oder Lackschuh.
Bin eh der Meinung das ein Kind nicht zwingend Vater u. Mutter braucht, sondern zwingend Eltern braucht, das kann auch von dem Partner übernommen werden, wenn es denn alle wollen aber dann eben auch mit allem drum und dran.
Diese Eigentumsbehaltungsansprüche gehen mir oft ein Schritt zu weit.
Aber, na ja, kann ja vorkommen.

-----------------
"Gruss Anny
~~~Uhren und Kinder soll man nicht nur aufziehen, sondern auch gehen lassen~~~"

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#12
 Von 
rogitec
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 12x hilfreich)

@anny,
ein kind fragt irgendwann, wer denn der richtige vater ist.
Ich würde meine kinder nie belügen.
Du vieleicht ?????
Deswegen: Es gibt nur einen VATER und eine MUTTER, auch wenn der "freund" einen sehr guten "ERSATZVATER" spielt.
Nichts für ungut.
Gruss
rogitec

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#13
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5542 Beiträge, 340x hilfreich)

Oh hallo rogitec, hm,
ich habe nichts geschrieben von Lügen.
Da helfen auch keine 5 Fragezeichen.


-----------------
"Gruss Anny
~~~Uhren und Kinder soll man nicht nur aufziehen, sondern auch gehen lassen~~~"

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#14
 Von 
guest123-30
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Dazu hätte ich jetzt auch mal eine Frage: sofern ein Kind adoptiert wird, dann muß doch der "neue Vater" keinen Unterhalt für das Kind zahlen ... denn schließlich lebt das Kind doch bei ihm und wird voll verpflegt, oder versteh ich was falsch? Und eigentlich wird das Kind, sofern die beiden schon mit dem Kind zusammen leben, doch schon vollends versorgt ... Sofern der leibliche Vater der Adoption einwilligen würde - warum nicht?
Ansonsten würde ich auch den Weg mit dem JA wählen, daß man denen Bescheid gibt, wohin das Kind soll (bzw. wohin auf keinen Fall!)

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#15
 Von 
Laetitia
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 19x hilfreich)

@drachenmaus
der Adoptivvater bringt den Natural- als auch den Barunterhalt auf. Das Kind lebt bei ihm und wird von ihm versorgt.
Im Falle einer Trennung ist er diesem Kind in vollem Umfang Unterhaltspflichtig wie einem leiblichen Kind.
Das Kind hat in seiner Adoptionsfamilie die gleichen Rechte wie ein eheliches Kind. Es ist voll erb- und unterhaltsberechtigt. Dafür erlöschen die Rechtsansprüche gegen die leibliche Familie. Stirbt zum Beispiel der leibliche Vater, geht das Kind leer aus.
Liebe Grüße
Sabine

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#16
 Von 
guest123-30
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Sabine

Danke, hatte ehrlich gesagt jetzt nur an die Gegenwart und net an die evtl. Zukunft gedacht. Aber so verstehe ich die Fragestellung nun auch besser ...

-----------------
"Gedanken sind zollfrei (Shakespeare)"

-- Editiert von drachenmaus am 22.03.2004 10:46:45

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#17
 Von 
Pauline2002
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 4x hilfreich)

@Merline

Klar, wenn schon, denn schon. Ich verstehe nur nicht, warum Frauen nicht zwischen ihren Wünschen und denen des Kindes differenzieren. Sie können sich von dem Kindesvater trennen, warum auch das Kind vom Vater trennen wollen - egal wie die Scheidungstreitigkeiten aussehen.

Darüber hinaus wollen Männer in der regel doch nur deshalb das Kind der Partnerin adoptieren, um den Kindesvater rauszuschmeißen, nur wird dieser immer durch das Kind repräsentiert werden... Und man stelle sich vor, das Kind wird adoptiert und dann kommt es zur Trennung. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der Adoptivvater dann mit einem Mal überhaupt nicht mehr einsieht, warum er für dieses Kind zahlen soll. Super für das Kind.

Pauline

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