Der ergänzende Unterhaltsanspruch - Der Aufstockungsunterhalt

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Familienrecht Rubrik, Unterhalt

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Sie gehen nach der Scheidung einer Erwerbstätigkeit nach, nur reicht das dadurch verdiente Geld nicht für Ihren gesamten Unterhalt. Ist Ihr ehemaliger Ehepartner finanzkräftiger als Sie selber, besteht der Anspruch auf Unterstützung durch diesen.

Beispiel: Sie sind während Ihrer Ehe einer Beschäftigung nachgegangen und arbeiten auch jetzt noch dort. Reichte früher das Geld, um in einem Zwei-Personen-Haushalt gut leben zu können, wachsen Ihnen nun die Kosten Ihres eigenen Haushalts über den Kopf. 

Die Höhe der Aufstockung berechnet sich anhand der ehelichen Lebensverhältnisse. Sie sollen so weiterleben können wie zur Zeit Ihrer Ehe. Mittlerweile hat sich diesbezüglich eine pauschalisierte Berechnung durchgesetzt: von dem Einkommensunterschied der ehemaligen Ehepartner bekommt der weniger Verdienende 3/7. 

Sinkt der Lebensstandard des Unterhaltsschuldners nach Rechtskraft der Scheidung dauerhaft ab und beruht dies nicht auf einem unterhaltsrechtlich vorwerfbaren Verhalten oder freiwilligen beruflichen Dispositionen, muss der Unterhaltsberechtigte die Absenkung seines Unterhaltsanspruchs allerdings hinnehmen, selbst wenn der Einkommensrückgang während des Bestehens der Ehe nicht vorauszusehen gewesen ist.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Der Unterhalt
Seite  2:  Die Unterhaltsvereinbarung
Seite  3:  Der Unterhaltsanspruch des Ehegatten
Seite  4:  Die Höhe des Unterhalts - Womit Sie rechnen müssen
Seite  5:  Der Unterhalt - Was dazu gehört
Seite  6:  Auf geht´s: Die Unterhaltstabellen
Seite  7:  Die Düsseldorfer Tabelle
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