Razzia bei DaimlerChrysler: Illegale Iran-Geschäfte?
AFP VOM 12.12.2004 | Nachrichten - Allgemein | 2994 Aufrufe Mehr zum Thema:- Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Lieferung von 453 Lkw
Wegen des Verdachts auf ein illegales Millionengeschäft mit dem Iran hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart eine Razzia beim Automobilkonzern DaimlerChrysler veranstaltet. Die Fahnder hätten am 30. November Büroräume in der Stuttgarter Konzernzentrale und im Lkw-Werk im rheinland-pfälzischen Wörth durchsucht, sagte eine DaimlerChrysler-Sprecherin.
453 Lkw, die offiziell nach Saudi-Arabien verkauft wurden, sollen laut "Focus" tatsächlich in den Iran verschoben worden sein. Dort könnten sie nach Ansicht von Militärexperten für Kriegszwecke umgerüstet werden.
Die Stuttgarter Staatsanwältin Tomke Beddies sagte, dass gegen "namentlich nicht bekannte Verantwortliche der Firma DaimlerChrysler" ermittelt werde. Sie stünden im Verdacht des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Ausgelöst wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft durch eine Selbstanzeige des Konzerns im vergangenen Februar. DaimlerChrysler habe damals das Bundesausfuhramt und die zuständige Oberfinanzdirektion informiert, "weil wir Zweifel hatten, dass in diesem Fall der Endabnehmer wirklich der Endabnehmer war", sagte die Firmensprecherin. Mit dem Hinweis auf die laufenden Ermittlungen wollte die Sprecherin keine weiteren Einzelheiten nennen.
12. Dezember 2004 - 12.12 Uhr
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