Radikaler indonesischer Prediger weist Terrorvorwürfe zurück
AFP VOM 14.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 377 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror, Prediger
Angeklagter Bashir soll El-Kaida-Gruppe unterstützt haben
Vor einem Gericht in der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat der radikale muslimische Prediger Abu Bakar Bashir die Terrorvorwürfe gegen ihn als Verschwörung zurückgewiesen. Sie seien "konstruiert und nichts als leeres Geschwätz", sagte der 72-Jährige am Montag bei seiner ersten Anhörung. "Ich habe nichts getan und nur den Islam verteidigt", ergänzte Bashir vor rund 200 Anhängern, die während der Anhörung islamische Parolen riefen. Rund 2000 schwer bewaffnete Polizisten waren rund um das Gericht im Einsatz, um mögliche Unruhen zu verhindern.
Die Staatsanwaltschaft wirft Bashir vor, für die vor einem Jahr entdeckte Terrorgruppe El Kaida in Aceh mehr als 140.000 Dollar (103.000 Euro) gesammelt zu haben. Laut Anklage traf er sich zudem mit deren inzwischen getöteten Anführer Dulmatin und stiftete die Kämpfer zu Morden und Raubzügen im Namen des "Heiligen Krieges" an.
Bashir wird darüber hinaus verdächtigt, der mutmaßliche Gründer der regionalen Terrorgruppe Jemaah Islamijah zu sein. Diese kämpft für die Errichtung eines Gottesstaats in den muslimischen Ländern Südostasiens. Sie wird für die Bombenanschläge von Bali im Jahr 2002 verantwortlich gemacht, bei denen mehr als 200 Menschen starben. Bashir stand bereits zweimal wegen Terrorverdachts vor Gericht.
14.02.2011 - 08:31 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


