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Quelle-Erbin Schickedanz will Milliarden von Bankhaus

AFP VOM 19.1.2012 | Nachrichten - Allgemein | 351 Aufrufe
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Schickedanz, Milliarden, Arcandor

Schadenersatzansprüche angemeldet

Die ehemalige Großaktionärin des zusammengebrochenen Handelskonzerns Arcandor, Madeleine Schickedanz, fordert vom Bankhaus Sal. Oppenheim und dem Immobilienhändler Josef Esch offenbar Milliarden. Die Quelle-Erbin habe wegen ihres verfehlten Aktienengagements bei Arcandor Schadenersatzansprüche von mehr als zwei Milliarden Euro angemeldet, berichtet das "Manager Magazin". Zudem verlange sie die Erstattung bereits erfolgter Kredittilgungen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro.

Schickedanz habe ihre Anwälte bereits im vergangenen Jahr eine Klageschrift gegen Sal. Oppenheim, Esch und zwölf weitere Firmen und Einzelpersonen aufsetzen lassen, berichtet das Magazin. Demnach wurde die Klageschrift aber noch nicht bei Gericht eingereicht. Das "Manager Magazin" vermutet, es sei den von Schickedanz Beschuldigten aber zugestellt worden, um Druck für Gespräche über einen möglichen Vergleich aufzubauen.

Schickedanz hätte dem Bericht zufolge eigentlich bis Ende 2011 klagen müssen, weil zu diesem Zeitpunkt mehrere Tatbestände zu verjähren drohten. Kurz vor Jahresende hätten ihre Anwälte aber beim Oberlandesgericht Köln Antrag auf Festlegung des Gerichtsstandes in der Sache gestellt, womit die Verjährung zunächst gehemmt sei.

Arcandor war im Sommer 2009 pleite gegangen. Madeleine Schickedanz sagte kurz darauf, sie habe Milliarden verloren und müsse von 600 Euro im Monat leben.

19.01.2012 - 16:30 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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