Putsch-Prozess gegen Briten in Äquatorialguinea einen Tag verlängert
AFP VOM 19.6.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 2866 Aufrufe Mehr zum Thema:Putschversuch, Afrika, Söldner
Der Prozess gegen den Briten Simon Mann, der 2004 an einem Putschversuch in Äquatorialguinea federführend beteiligt gewesen sein soll, ist um einen Tag verlängert worden. Das Verfahren werde am Freitag fortgesetzt, teilte das Gericht am Donnerstag in der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, Malabo, mit. Eigentlich sollte am Donnerstag nach drei Verhandlungstagen das Urteil verkündet werden. Mann hat bereits eingeräumt, an dem Putschversuch gegen den Staatschef von Äquatorialguinea, Teodor Obiang Nguema, mitgewirkt zu haben. Er bestreitet allerdings, die Verschwörung angeführt zu haben. Dem Briten drohen 30 Jahre Haft.
Mann war im März 2004 mit 61 mutmaßlichen Komplizen während eines Zwischenstopps auf dem Flughafen der simbabwischen Hauptstadt Harare festgenommen worden. Er habe dort Waffen besorgen und dann zusammen mit weiteren Kämpfern unter der Führung von Manns südafrikanischem Geschäftspartner Nick du Toit gegen den Staatschef von Äquatorialguinea putschen wollen, lautete der Vorwurf. In dem kleinen westafrikanischen Land waren gerade Ölquellen entdeckt worden, die bei ausländischen Firmen Interesse weckten. Mann wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, musste jedoch nur vier Jahre absitzen und wurde im vergangenen Februar von Simbabwe an Äquatorialguinea ausgeliefert.
19. Juni 2008 - 20.31 Uhr
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